Freitag, 13. März 2015

[BUCHREZENSION] Heart. Beat. Love.


Titel: Heart. Beat. Love.
OT: First Love
Autor/in: James Patterson,
Emily Raymond
Genre: YA, Contemporary
Buchreihe: Einzelband
Zur Verlagsseite:







James Patterson, geboren in New York, arbeitete in einer Werbeagentur, bevor er anfing, Kriminalromane zu schreiben. Bis heute hat er fast 100 Bücher verfasst und zählt zu den erfolgreichsten Autoren aller Zeiten. Seine Bücher haben sich weltweit über 280 Millionen Mal verkauft und wurden in 40 Sprachen übersetzt. Er lebt in Florida.




Deutsch
Gebunden/ 16,95€
Seiten: 320
Verlag: dtv


Englisch
Nur noch zu seltsamen
Unsummen erwerbbar xD







Niedlicher Road-Trip mit John-Green-Feeling


Kurzbeschreibung

Scheinbar aus heiterem Himmel schlägt Axi ihrem besten Freund Robinson einen Trip quer durch die USA vor. Robinson macht mit und verwandelt die Reise in ein verwegenes Abenteuer: Statt mit dem Greyhoundbus düsen die beiden auf einer geklauten Harley los. Sie übernachten unter freiem Himmel und schwimmen in Privatpools – und immer wieder fragt sich Axi, wann aus ihrer Freundschaft endlich mehr wird. Doch eines Morgens holt sie das Schicksal ein und es wird ihnen klar, dass sie sich vom ersten Augenblick geliebt haben und jeden einzelnen Moment des Glücks, der ihnen bleibt, auskosten wollen . . .
Buchgestaltung
Ich finde das englische Cover ganz süß, aber es unterscheidet sich auch nicht sonderlich von anderen des Genres, daher mag ich das deutsche mehr. Eigentlich bin ich auch nur durch das deutsche Cover auf den Roman aufmerksam geworden. Die Gestaltung des dtv Verlags ist einfach richtig cool! Im Buch befinden sich auf fast jeder Seite, passend zum Inhalt, schwarz-weiß Fotos, welche die Geschichte richtig lebendig werden lassen. Besonders während des Trips war das super!
Meinung

Von James Patterson hatte ich bisher nur Maximum Ride gelesen und fand das Buch echt schrecklich. Vielleicht liegt es an dem anderen Genre oder Co-Autorin Emily Raymon, aber Heart Beat Love hat mir echt gut gefallen. Ich sage extra gut, weil ich das Buch zwar wirklich mochte, aber es auch nicht überragend fand. Die Geschichte beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Road-Trip, den Axi und ihr bester Freund Robinson erleben. Der Anfang des Romans war zuckersüß! Ganz spontan flüchten beide und als Leser merkt man schon recht schnell, was auf ihrem Weg noch so zwischen den beiden passieren wird – Darauf freut man sich auch ziemlich!

Was die ganze Reise angeht, die quer durch die USA läuft, gefiel mir dieser Aspekt am Buch am allerbesten! Wie bei einem richtig guten und tollen Road-Trip bekommt man als Leser genau drei Dinge geboten: a) die Beschreibungen der Orte, an denen man selber (vielleicht) noch nie gewesen ist b) ganz viele, kleine verrückte Abenteuer während der Zwischenstopps und c) unzählige, liebenswerte Randfiguren, denen man während der Reise begegnet. Genau das alles macht ein gutes Road-Trip Buch aus und die beide Autoren haben das super hinbekommen. Man fühlt sich während des Lesens auch so, als würde man selber auf einer Harley sitzen und den Fahrtwind in den Haaren spüren. Die ganze Atmosphäre hat mich sehr gepackt: Sommerlich, süß und mit ganz viel Abenteuerlust im Herzen.

Was die Charaktere betrifft, so kann ich eigentlich auch nicht viel meckern. Axi ist ein liebes Mädchen, das von Robinson im Buch immer BM = braves Mädchen genannt wird und so verhält sie sich auch die meiste Zeit. Sie ist freundlich, offen und nicht wirklich spontan, aber im Verlauf des Road-Trips entwickelt Axi sich sehr weiter und wird etwas wilder, will das Leben spüren und nicht nur stumm zusehen, wie es an ihr vorbeizieht. Robinson war mit seinen lockeren Sprüchen dazu der humorvolle Part des Gespanns und ebenfalls ein Sympathieträger. Allerdings waren die Figuren meiner Meinung nach nicht richtig gut ausgearbeitet. Man erfährt nicht viel über sie und wenn, dann eben viel zu spät am Ende des Buches. Besonders bis zur Mitte weiß man einfach gar nicht, wer die beiden eigentlich sind und was sie ausmacht. Daher glich das schon eher einer Abenteuer-Doku im Fernsehen, als etwas, bei dem man mit den Charakteren mitfühlen kann oder aufgeregt für sie ist.

Ehrlich gesagt hat das nicht mal mega gestört, aber man hat nach dem Beenden des Buches doch schnell den Bezug zum Buch wieder verloren. So ein richtiges „Zischendurch-Lesevergnügen“ eben, was man nicht mal als negativ abstempeln muss. Etwas schwieriger wurde es dann aber, je näher man dem Ende kam. Ganz im Stil von John Green wurde einem hier eine traurige Wende irgendwie aufgezwungen und weil man Axi und Robinson nicht sehr nah war, hat es mich zumindest nicht betroffen gemacht. Ich hab eh das Gefühl, dass viele Autoren seitdem Erfolg von John Green ein wenig auf den fahrenden Zug aufspringen möchten.

Aber auch das war nicht wirklich tragisch, sondern mehr Geschmackssache, wenn ich das etwas neutraler bewerten müsste. Was ich allerdings öfter recht seltsam fand, waren die haarsträubenden Erklärungen zum Road-Trip, die man uns vorsetzt. Ich kann jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen, ohne zu spoilern, aber die Erwachsenen im Buch lassen die beiden unbekannten Jugendlichen, die sich nicht mal wirklich ausweisen können einfach mit allem durchkommen. Oder, das Gegenteil: Sie helfen den beiden bedingungslos, weil sie „so ein süßes Paar“ sind.

Die Liebesgeschichte war dafür aber ganz niedlich. Mal keine 300 Seiten Beschreibungen über Küsse oder Tabuthemen, sondern einfach eine fluffige, leichte Sommerromanze, die man gerne miterlebt, weil sie so unkompliziert ist. Das Kennenlernen von Robinsons Familie am Ende des Buches fand ich auch nett.




Heart. Beat. Love. eignet sich bestens für ein paar leichte Lesestunden im Sommer. Der Road-Trip von Axi und Robinson konnte mich nicht mega begeistern, aber dennoch gut unterhalten. Ich mochte die Figuren und auch die schönen Orte in den USA sehr gerne. Alles in allem hatte ich aber oft das Gefühl der Geschichte würde vieles fehlen. Etwas mehr Tiefgang, Dialoge und eben einfach das Mitgefühl zu den Personen an sich. Für Zwischendurch aber wirklich ideal :)


Kommentare:

  1. Ahh, super, ich wollte das Buch lesen, die Rezension kommt da echt passend! Das Cover find ich auch wunderwunderschön, aber der Name James Patterson hat mich erstmal stocken lassen. Ich glaube, ich werd's lassen, wenn ich was Leichtes in die Richtung lesen will, bleib ich lieber bei meinen Standardautoren ;)
    Dankeschön & LG

    Jen @ The Bookavid

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  2. Ich denke, auch wenn es "nur" ein Buch für zwischendurch ist, wird es mir sicher sehr gut gefallen. ;-) Ich hätte nie gedacht, dass James Patterson auch Bücher für Jugendliche schreibt, weil er so ein Krimi-König ist. Und das deutsche Cover mag ich um einiges lieber als das englische.

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  3. Hey,
    hab das Buch schon seit deinem Neuzugängepost auf meine WL gepackt. Ich habe letztes Jahr Sonntags bei Tiffany von James Patterson gelesen und es war eins meiner Highlights. Toll, dass dir das Buch trotz einiger Schwächen gefallen hat, ich bin schon sehr gespannt darauf. Und übrigens Danke❤, ohne dich hätte ich das neue Buch von ihm nicht entdeckt!
    lg. Tine :)

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Dankeschön, dass du so lieb bist und Feedback, deine Meinung oder Anregungen hinterlässt! :D

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