Samstag, 28. März 2015

[Keine Rezension] Lines Of Yesterday, All The Bright Places & Broken Hearts


Keine Rezension ist eine Kategorie auf meinem Blog, um Bücher etwas knapper als bei einer richtigen Rezension zu besprechen.  Hier werdet ihr nur den Klappentext und eine Kurzmeinung zum Buch finden und keinen ausführlichen Roman ;)




Violet Moore hatte einen Plan: Aufs College gehen, ihren Abschluss in Jura machen, eine gute Anwältin werden und nach ein paar Jahren ihren Langzeitfreund Jared heiraten. Der Plan wurde vor langer Zeit aufgestellt – von ihren Eltern, ihren Freunden und von Jared selbst.


Doch dann taucht jemand in ihrem Leben auf, mit dem sie nicht gerechnet hat: Devin Jackson. Früherer bester Freund, erste Liebe und zukünftiger Rettungssanitäter. Mit einem Mal steht Violets Welt Kopf, denn Devin fordert sie heraus, stellt all ihre Pläne infrage und erinnert sie an ein lang vergessenes Versprechen. Schon bald muss Violet sich fragen, was sie eigentlich selber will – und ob sie bereit ist, die Sicherheit ihres geordneten Lebens dafür zu riskieren.



 Nach dem Lesen dieses Buches bin ich zu einem Tanja-Pudding geworden, weil es zum Dahinschmelzen ist! Ich hatte wirklich Angst, dass mir das Buch nicht gefallen würde, weil es sich immerhin um New Adult handelt, aber es ist tatsächlich einer dieser glorreichen Tage gekommen, an denen ich sage: Ich mochte NA. Allerdings hat mich das Buch auch zum nachdenken gebracht. Wie genau definiert man NA eigentlich? Was gehört dazu und was nicht? Für mich waren das meistens die Bücher, die am College spielen und in denen die Figuren erwachsenen werden. Das war hier auch der Fall, aber ohne die schlimmen Vorurteilen und den Sex, der 90% der Handlung einnimmt. Am Anfang des Buches war ich einfach nur hin und weg von der Story.


Der Klappentext verrät es zwar schon, aber es geht um die Liebe zwischen zwei Sandkastenfreunden. Die Protagonistin Violet hat obendrauf noch einen Freund und trifft ihren Kindheitsfreund in einem Kaffeeladen wieder. Klingt irgendwie stereotypisch. Eine Freundin von mir (ja, du Laura!) hat einmal zu mir gesagt, dass Bianca Iosivoni aus normalen und alltäglichen Dingen, etwas Besonders zaubern kann – und genau dem Satz stimme ich nach dieser Geschichte zu. Auf den ersten Blick scheint die Beziehung zwischen Violet und Devin so zu sein, wie man es auch von anderen Büchern kennt, aber das ist sie nicht. Dank des gefühlvollen Schreibstils und des Tiefgangs (auf den wenigen Seiten) habe ich die Figuren einfach nur geliebt. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, so krass war die Chemie und Spannung zwischen den beiden da. Ich hatte den Kindle beim Essen neben mir liegen und sogar heute morgen beim Zähneputzen dabei xD



Das Schöne an der Story ist auch, dass sie einen immer wieder überrascht. Es gab einige Momente, wo ich Angst hatte, dass ich jetzt eine Menge Drama zu lese bekomme oder das ganze eben doch in die bekannten Klischees abdriftet, aber das war zum Glück nicht so. Die Autorin hat eine ziemlich gute Balance zwischen den Erwartungen der Leser und der Realität geschaffen. Zum einen ist es so, dass auch Violets Freund kein Arsch ist und ihre Beziehung sehr gut definiert. Zum anderen hat Violet zwar eine aufgeweckte und aufgeschlossene beste Freundin, die ist aber nicht die Schlampe vom Dienst. Und dann gab es noch die absolut coolen Nebenrollen, wie Zac oder Rob, die mir trotz der wenigen Szenen ans Herz gewachsenen sind.



Das Buch hat dazu noch einen wunderbaren Humor, der besonders zu Anfang extrem hervorsticht. Die ersten 30% bin ich fast gestorben (zum Glück nur wortwörtlich), weil der „Cuteness-Overload“ mein Gehirn gerillt hat. Ab der Mitte wird das Buch dann etwas ernster, beschäftigt sich viel mit Coming-Of-Age Themen: Wer bin ich? Wer will ich sein? Wo soll mein Leben hingehen. Und das Ende lässt einfach alles wunderschön ausklingen, ohne zu kitschig zu sein*seufz*



Wiesoooooooo habe ich nur so lange gewartet, bis ich Lines Of Yesterday gelesen habe?








Violet Markey lives for the future, counting the days until graduation, when she can escape her Indiana town and her aching grief in the wake of her sister’s recent death.  When Finch and Violet meet on the ledge of the bell tower at school, it’s unclear who saves whom. And when they pair up on a project to discover the “natural wonders” of their state, both Finch and Violet make more important discoveries: It’s only with Violet that Finch can be himself—a weird, funny, live-out-loud guy who’s not such a freak after all. And it’s only with Finch that Violet can forget to count away the days and start living them. But as Violet’s world grows, Finch’s begins to shrink. 


Es ist jetzt schon eine Weile her, dass ich All The Bright Places gelesen habe und dennoch ist mir die Geschichte sehr gut im Kopf geblieben. Ein gutes Zeichen, wie ich finde. Zwar neige ich in meiner Wertung doch eher zu einer 3,5 als einer glatten 4, aber alles in allem mochte ich das Buch sehr gerne. Wie schon bei My Heart And Other Black Holes beschäftigt sich auch dieser Roman mit dem Thema Selbstmord. Da hätten wir zum einen Finch als Charakter, welcher an Depressionen leidet und über tausend Wege zu sterben nachdenkt, dem aber immer etwas dazwischen kommt, wenn er tatsächlich mal einen davon ausprobieren will. Und zum anderen Violet, die nach dem Tod ihrer Schwester nicht mehr sie selbst ist und keinen Sinn in ihrem Leben sieht.

Kling erst mal alles sehr bedrückend und gar nicht unterhaltsam. Das ironische an dem Buch ist jedoch, dass es immer andere Menschen sind, die einem irgendwie am Leben erhalten, wo genau diese Menschen es doch meistens sind, die man verflucht und einen über die erste Grenze überhaupt gebracht haben. Genau so war das hier. Finch und Violet treffen durch einen Zufall aufeinander und plötzlich haben sie am Leben des anderen teil, obwohl sie aus verschiedenen Welten kommen. Die Liebesgeschichte in diesem Roman ist alles andere als süß oder kitschig oder humorvoll. Sie ist durchzogen von einer Art Poesie, die dem Leser zeigt, das alles vergänglich ist und Gefühle manchmal nicht mehr als das sind: Gefühle. Die beiden Protagonisten kommen sich nur langsam und gemächlich näher, weshalb umso mehr Platz für andere Dinge war.

Zum Beispiel die Suche nach Antworten. Einer Menge Antworten. Einem Grund weiterzuleben. Aus den verschiedenen Blickwinkeln der beiden lernt man nach und nach ihre Lebenssituation, ihre Familie und Ansichten kennen und manchmal wusste ich nicht, was ich damit anfangen sollte. Finch war ein sehr gut ausgearbeitet Charakter, der mir enorm ans Herz gewachsen ist. Mit Violet habe ich etwas länger gebraucht, bis ich mit ihr warm geworden bin. Die Kombination aus zermürbenden Gedanken und Dunkelheit (Finch) und dem Teil, der Hoffnung schenkt (Violet) war eine recht explosive Mischung, was meine Gedankenwelt betroffen hat. Die Autorin wurde ja von vielen Fans dafür verurteilt, dass sie ein Thema wie Selbstmord auf diese Weise angegangen ist, aber ich fand das einfach nur realistisch. Es kann eben nicht jedem geholfen werden und selbst fiktive Werke dürfen einem nicht immer Happy Ends vorgaukeln.

Meiner Meinung nach hätte das Buch allerdings ein wenig mehr Tempo gebrauchen können. Es ist schon recht lang und stellenweise mit unnötigen Füllersequenzen gestreckt. Dafür sind aber besonders die Road-Trip Abenteuer von Finch und Violet ganz wunderbar gewesen. 

Das Ende fand ich ganz zufriedenstellend, wenn auch traurig und etwas zu abgehackt. Wer sollte das Buch also lesen? Jemand, der auf der Suche nach einer tiefgründigen, ruhigen Geschichte ist. Eine ohne glückseligen Dauerzustand, mit Fragen und manchmal fehlenden Antworten. Jemand, der gerne Zitate und Poesie mag und gerne einmal mit den Figuren nachdenkt. Für mich hat All The Bright Places nicht unbedingt Bestseller Potenzial, aber ich mochte die Figuren sehr. 


(Englisch-Schwierigkeitsgrad)







Gemma had her summer all planned out, but it takes a sharp turn when she gets dumped and finds herself back in the Hamptons after a five-year absence. Being there puts her at risk of bumping into Hallie, her former best friends (that is, before Gemma ruined her life). But people don't hold grudges forever. Do they? Gemma intends on making amends, but a small case of mistaken identity causes the people she knew years ago—including Hallie and her dreamy brother, Josh—to believe she's someone else. As though the summer wasn't complicated enough already.



Nach dem Kauf des Buches habe ich herausgefunden, dass Katie Finn das Pseudonym von Morgan Matson ist. Bisher habe ich alles von Matson gelesen, denn auch, wenn ihre Stories für mich nicht immer ganz rund laufen, so mag ich sie meistens echt gerne. Der Roman hat meiner Meinung nach nicht wirklich eine intensive oder gar humorvolle Handlung. Er beschreibt eher den Monolog eines Mädchen, dass einen Fehler begangen und diesen wieder gutmachen möchte. Dieses Mädchen ist Gemma. Gemma hat damals die Freundin und Tochter ihres Vaters (welche er nach der Scheidung hatte) vergrault und war dabei besonders grausam zu der Tochter, die Hallie heißt. Am Anfang des Buches fliegt Gemma für die Ferien zu ihrem Vater und trifft dort ganz zufällt auf Josh, der Hallies Bruder ist. Es dauert nicht lange, bis Hallie auftaucht und Gemma sich als jemand anderes ausgibt, um ihren Fehler bei Hallie wieder gutzumachen.


Das Ganze klingt ordentlich nach Racheaktionen, Spaß und Sommerromanze, aber nicht alles davon war erwartungsgemäß auch im Buch. Zum einen weiß man als Leser eh die ganze Zeit, aufgrund der unübersehbaren Hinweise, dass Hallie über Gemma Bescheid weiß. Es war schon fast peinlich zu beobachten, wie Gemma in ein Fettnäpfchen nach dem anderen tritt und nichts checkt. Die Romanze am Rande (natürlich mit Josh) hingegen war ganz süß. Bis auf etwas lieblos gestaltete Figuren und den überschaubarem Plot, war im Buch aber nicht sonderlich viel los. Ich erwarte von Contemporary schon etwas mehr Pepp und Spaß, weil dieses Genre für leichte Unterhaltung steht.



Besonders das Ende ist einfach nur zum kopfschütteln, weil auf den letzten 20 Seiten dann plötzlich ALLES passiert – Natürlich mit Absicht den Leser zum Kauf des Sequels anzulocken. Warum hat das Buch dann also doch noch eine „gute“ Wertung bekommen? Ich fand die erste Hälfte des Romans recht amüsant. Gemma war eigentlich ein nettes Mädchen und besonders ihre Familie fand ich ziemlich cool. Die peinlichen Missgeschicke von Gemma (z.B. die Pool-Szene) waren wirklich nicht schlecht gemacht und vieles davon gab es nicht schon in dutzend anderen Büchern. Außerdem war Josh wirklich nett und die Dialoge zwischen ihm und Gemma schon irgendwie niedlich.



Alles in allem aber nicht unbedingt ein Buch, das man gelesen haben muss.

(Englisch-Schwierigkeitsgrad)



1 Kommentar:

  1. Die Tage krieg ich ATBP endlich in die Finger, mal schauen wie es mir dann so gefällt. Hatten ja schon auf Fratzenbook drüber palavert mal sehen. Aber dass es so Längen hat, schreckt mich ja denn doch wieder irgendwie ab xDD

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