Montag, 13. April 2015

[BUCHREZENSION] Miss Mayhem


Titel: -
OT: Miss Mayhem
Autor/in: Rachel Hawkins
Genre: YA Fantasy
Buchreihe: Rebel Belle #2
Englisch-Schwierigkeitsgrad:







Rachel Hawkins is the author of Rebel Belle and the New York Times bestselling series Hex Hall. Born in Virginia and raised in Alabama, Rachel taught high school English for three years before becoming a full-time writer. Follow her on twitter @LadyHawkins.




Deutsch
Bisher nicht erschienen.
Genaueres noch unbekannt!

Englisch
Gebunden/ 13,94€
Seiten: 288
Verlag: Punam





ACHTUNG: ENTHÄLT SPOILER FÜR DAS GESAMTE BUCH!


Enttäuschung dein Name ist Miss Mayhem.


Kurzbeschreibung

Life is almost back to normal for Harper Price. The Ephors have been silent after their deadly attack at Cotillion months ago, and best friend Bee has returned after a mysterious disappearance. Now Harper can return her focus to the important things in life: school, canoodling with David, her nemesis-turned-ward-slash-boyfie, and even competing in the Miss Pine Grove pageant.

Unfortunately, supernatural chores are never done. The Ephors have decided they’d rather train David than kill him. The catch: Harper has to come along for the ride, but she can’t stay David’s Paladin unless she undergoes an an ancient trial that will either kill her . . . or make her more powerful than ever.
Buchgestaltung
Ich hab mich inzwischen an das Cover gewöhnt, aber so super gefallen tut es mir nicht. Was ich besonders blöd finde ist, dass der Buchrücken total anders gemacht ist, als der von Band eins. So ein bisschen Zusammengehörigkeit beim Design – Da könnte der Verlag schon drauf achten. Der Titel passt auch nicht wirklich, denn die Miss-Wahl spielt im Buch keine all zu große Rolle. Alles in allem ist die Aufmachung aber in Ordnung. Es gibt weitaus schlimmere, finde ich.
Meinung

Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich habe jetzt insgesamt sechs Bücher von Rachel Hawkins gelesen und Miss Mayhem ist definitiv das schlechteste. Nicht nur, schlecht, wahrhaft unterirdisch. Schon als ich angefangen habe zu lesen, hatte ich so ein fettes Fragezeichen im Kopf, das war nicht mehr normal. Wo ist ihr Charme hin? Ihr Humor? Ehm...die Logik?


Miss-I-Have-So-Many-Problems

Die Charaktere

Harper war im ersten Band einfach wunderbar! Sie war klug, schlagfertig und witzig und ich habe sie einfach nur geliebt. Hier? Hier war Harper ein Schatten ihrer selbst. Sie hat Gewalt unbegründet eingesetzt, hat ihre Freunde wie Dreck behandelt und ihr ganzes Leben war ihr scheiß egal. Dabei hat die Autorin es sich nicht nur super leicht mit Erklärungen gemacht, sondern eigentlich kaum etwas wirklich begründet. Zum einen gäbe es da Harper Eltern, die eindeutig merken, das etwas mit Harper nicht stimmt, aber es gibt genau zwei Szenen, die aus vier Sätzen bestehen, in denen Harper diese mirnichtsdirnichts mal eben überzeugt. Das Buch hatte nicht nur in dieser Hinsicht Schwachstellen. Ich habe Harper kaum wiedererkannt. Alles, wofür sie vorher gestanden hat, hat hier nichts mehr gezählt. Sie redet nur noch von David hier und David da. Und dann ist gegen Ende noch so etwas passiert, was ich total absurd fand. Harper und David schlafen nämlich miteinander. Nicht, dass diese Szene irgendwie graphisch dargestellt war, eigentlich konnte man das nur erahnen, aber nach 2 Wochen (dieser Zeitraum wird am Ende des Buches noch mal verdeutlicht) haben die beiden Sex? Vielleicht liegt es nur an meinem eigenen Empfinden, aber ich dachte nur: WAS?!

David war im ersten Band recht sympathisch. Er hatte ein paar flotte Sprüche auf den Lippen, hat Harper zur Weißglut getrieben und gerade diese Spannung fand ich super amüsant. In Miss Mayhem ist er ein richtiger Nebencharakter. Außer Harper jedes Mal zu küssen, wenn die beiden gerade keinen Bock haben zu reden oder mal ne Lösung für ihre Probeme anzustreben, hockt er nur wie ein Emo in der Ecke und hat seine komischen Visionen, die einfach mal NULL zum Plot beigetragen haben. David hat sich richtig in die tragische Rolle des Orakels hineingesteigert. Das Leben ist scheiße, ich muss alle von mir wegstoßen, ich werden sterben – buhu, du Pussy!

Mich hat das echt richtig, richtig wütend gemacht, ich finde kaum Worte.

Die Nebenfiguren hatten auch einen Dachschaden. Da gäbe es zum einen Ryan, der vorher noch recht nett war und von dem ich geglaubt habe, man würde ihn hier mal näher kennelernen. Pustekuchen. Obwohl er und Harper jahrelang glücklich waren, benimmt er sich wie ein scheiß Egoist und will Harper wie ein bockiges, kleines Kind nicht helfen. Und die beste Freundin Bee? Tjaaa, die dumme Kuh, fängt dann auch gleich mal was hinter Haper Rücken mit Ryan an.

Ich hatte irgendwie schon erwartet, dass zwischen den beiden was abgehen würde, weil das in so Büchern ist, aber hätte die Autorin das nicht auf eine schöne Weise regeln können? Wieso musste man denn so ein Messer-in-den-Rücken-Drama noch einbauen? Bee war eh der oberflächlichste Charakter der ganzen Sippe und ich wollte sie jedes Mal ohrfeigen, wenn sie etwas gesagt hat.

Dann gab es einen neuen Charakter, nämlich Alexander, der ein Ephor ist und den Freunden einfach so hilft, ohne groß Motive zu haben. Er kam mir fast so vor, als habe er ne gespaltene Persönlichkeit, denn im einen Moment will er den Freunden helfen und am Ende des Buches will er dann plötzlich alles kaputt machen, weil er ja der letzte Ephor ist. Er hatte auch einfach keine wirklich durchschlagene Eigenschaft. Da hätte man auch eine Tonfigur an seiner Stelle hinstellen können. Keine Ahnung, was die Autorin sich dabei gedacht hat. Vielleicht wollte sie, nach dem ja irgendwie alle vernünftigen Erwachsenen ausgeschieden sind, wieder jemand älteren haben, der die Handlung etwas lenkt. Alexander saß aber lieber in seinem Haus herum und hat Harper und David ein bissen mit mysteriösen Gelabber auf Trab gehalten – Übrigens war davon auch nichts wirklich Plot relevant.

Die Handlung

Ja, wo war die denn bitte? Mal ehrlich, dass Buch hat schon so viel weniger Seiten, als der erste Teil und nach dem Klappentext hätte eigentlich folgendes kommen müssen: Spannende Trials UND eine richtig coole Miss Wahl...und was bekommen wir davon? NADA. Die Trials die Harper durchlaufen muss sind lächerlich. Es sind nicht einmal richtige Aufgaben, sondern inszenierte Mini-Überfälle auf Davids Leben z.B. in der Schule durch den Direktor. Da ist nix mit Popcorn schnappen und zurücklehnen. Ich hab mich die meiste Zeit einfach nur super gelangweilt und durch die Seiten gequält, während ich gebetet habe, das mal was passieren sollte. Zumal am Ende des ersten Teils doch so viel fette Action abging...ich habe fest damit gerechnet, dass wieder irgendwer David nach dem Leben trachtet und ein bisschen Blut fließt und so. Nein, lieber Teenie-Drama hier und da. Und es war nicht mal amüsant. Die Autorin ist einfach verdammt wenig auf die Gefühle der Figuren eingegangen. Teilweise gab es nicht mal Sätze zu Harpers Gedanken oder Gefühlen, sondern nur eine nüchterne Beschreibung. Damit hatte sich dann eine „swoon-würdige“ Romanze auch gleich erledigt. Zwischen Harper und David war einfach die Luft raus.

Die Logik

Kommen wir jetzt zu dem Part meiner Rezension, der mich kirre gemacht hat. Logik ist ja immer ein definierbares Wort, aber meiner Ansicht nach hat Rachel Hawkins beim Schreiben des Buches einfach zu wenig nachgedacht. Hier sind nur ein paar meiner notieren Fragen/Stellen, die einfach so übergangen wurden bzw. im Buch standen und als Handlung durchgehen sollten.

1) David schlägt vor, dass Bee Paladin wird, denn diese Option wird sozusagen angeboten. Er will, dass Harper und er ein „normales“ Leben dadurch führen können, aber wie zur Hölle sollte das Leben der beiden normal werden, wenn er immer noch Orakel ist? Und außerdem würde Bee den beiden fett an der Backe kleben und dazu kommt, dass Bee David hasst.

2) Bee wurde am Ende von Rebel Belle entführt und zwischen den Bänden vergehen genau zwei Tage, bis man die verlorene Freundin wiederfindet. Später wird aber erwähnt, dass Alexander Bee trainiert hat. Sie ist nämlich in einer Übung sogar besser als Harper. A) Ist so etwas in zwei Tagen nicht möglich, weil Harper auch noch Paladin Magie hat und b) Wenn man entführt wird und jemanden einem was von Magie erzählt, dann denkt man doch der Kerl ist irre und lässt sich nicht trainieren oder?

3) Alexander tritt einfach so auf den Plan, als eine Vision David und Harper zu Bee führt. Es gibt einen kurzen Dialog, der aber nicht erklärt, wieso die Freunde Alexander vertrauen, denn das tun sie. BAM ist er da und BAM tun sie, was er sagt. Ohne mal zu hinterfragen, was der Kerl eigentlich will. Allgemein hat mir im Buch mega so was wie „Recherche“ gefehlt. Die Suche nach anderen, die über das Orakel Bescheid wissen, einen geheimen Orden etc. bla bla, was es halt in solchen Stories immer gibt und alles mehr Sinn gemacht hätte, als einfach einen neuen Charakter hinzustellen, der tut, als wäre er allwissend.

4) Alexander ist es auch, der aufgrund seines Daseins als Ephox Harper und David dann mal eben zu den Trials nötigt. Es wurde auch nicht erklärt, wie genau das alles abläuft, außer, das Harper sterben muss, wenn sie es nicht schafft. Im Prinzip holt sie sich nach jeder Rettungaktion nen Stempel für ihre Paladin Karte bei Alex ab. Waaaaaaaaaaaaaas? Ich habs null gecheckt. NULL. Wo er herkam, wieso er die Macht dazu hatte, wieso er sich nicht schon in Band eins eingeschaltet hat, seine ganze Verbindung zu allem und jedem.

5) Die Visionen von David waren wage und unnötig. Es wird immer nur gesagt: Der Junge hat Visionen und das war es. Auf Fragen wie: Was hast du gesehen? Wird nie eingegangen. Stattdessen verpisst sich David am Ende des Buches und Harper ist nicht einmal sauer auf ihn.

6) Dann gabs da eh noch die ganze Wende zum Schluss. Ryan und Bee hintergehen Harper, um David zu helfen, damit er abdüsen kann. Anstatt mal vernünftig nen Plan zu schmieden, wenden sich die Menschen, die Harper am längsten in ihrem Leben kennt wieder (man erinnere sich an die Knutsch-Szene) gegen sie. Mit der tollen Begründung „es ist besser so für euch“, genau, weil Reden ist ja böse und Konflikte lösen auch, deshalb lügen und betrügen wir mal weiter.




Ich bin wirklich maßlos enttäuscht von diesem Mittelband. Vermutlich lese ich die Reihe noch zu Ende, aber ich sollte vorher echt mal beten, dass Rachel Hawkins von ihrer Lektorin dieses Mal nen fetten Arschtritt bekommen...ich hätte niemals gedacht, dass ich einem ihrer Bücher eine so niedrige Wertung geben müsste. Erst mal in die Ecke eine Runde weinen. Außerdem tut sich jetzt wieder das Problem auf: Empfehle ich die Reihe weiter? Ich liebe Band eins, aber es zieht immer mächtig runter, wenn die Story dann so absackt. Band drei wird wohl zeigen, ob ich dann noch sagen kann: Führt euch diese Reihe mal zu Gemüte. 


Kommentare:

  1. Oje Tanja :( Das hört sich echt absolut enttäuschend an... Ich habe mir ja erst neulich Band 1 gekauft und bin schon sehr gespannt! Könnte ich das Buch auch so als Einzelband stehenlassen, wenn die Reihe sich nicht mehr steigert?

    Liebe Grüße,
    Tina

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  2. Autsch, das ganze klingt auch wirklich nicht gerade positiv muss ich zugeben. ^^ Ich bin dafür aber umso gespannter, ob Band 3 dieses tiefe Loch, dass Band 2 gerissen hat, wieder füllen kann! ;)

    Liebste Grüße,
    Nazurka

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  3. Du Monster xD
    Ne, hast schon recht, es war wirklich nicht so prall (im wahrsten Sinne des Wortes xD) wie der erste Band. Aber irgendwie stört mich das bei den Büchern so gar nicht, keine Ahnung warum. Bei allen anderen Büchern wäre ich wohl auch total abgedreht, aber hier, is halt so xDD

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  4. Oh Gott, ich fand den ersten Band schon nicht sonderlich toll und dachte, dass vielleicht der zweite Band noch was hergeben wird, aber anscheinend wohl doch nicht. Ach man das ärgert mich so, weil ich Hex Hall so toll fand, aber das hier ist echt nichts ._.

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