Donnerstag, 2. Juli 2015

[Keine Rezension] Side Effects May Vary & Like It Never Happened


 Keine Rezension ist eine Kategorie auf meinem Blog, um Bücher etwas knapper als bei einer richtigen Rezension zu besprechen.  Hier werdet ihr nur den Klappentext und eine Kurzmeinung zum Buch finden und keinen ausführlichen Roman ;)





When sixteen-year-old Alice is diagnosed with leukemia, her prognosis is grim. To maximize the time she does have, she vows to spend her final months righting wrongs—however she sees fit. She convinces her friend Harvey, who she knows has always had feelings for her, to help her with a crazy bucket list that's as much about revenge (humiliating her ex-boyfriend and getting back at her archnemesis) as it is about hope (doing something unexpectedly kind for a stranger). But just when Alice's scores are settled, she goes into remission.

Now Alice is forced to face the consequences of all that she's said and done, as well as her true feelings for Harvey. But has she caused irreparable damage to the people around her—and to the one person who matters most?


Als ich angefangen habe SIDE EFFECTS MAY VARY zu lesen, wusste ich nicht wirklich, was mich erwarten würde. Der Klappentext hat mich schon seit Ewigkeiten echt neugierig gemacht und als es das Buch dann gebraucht zu erstehen gab, dachte ich mir, da kann ich zuschlagen. Ich bin immer noch etwas durcheinander und verwirrt, was genau im Buch eigentlich los war, aber vielleicht sind das ja nur die "Nebeneffekte" von Julie Murphys Geschichte. Ja, da bin ich mir recht sicher. Anfangs gefiel mir besonders der Schreibstil wahnsinnig gut. Einfühlsam, voller Emotionen und so echt und nah und irgendwie weich, Worte, an denen man sich langsam entlang gleiten lassen kann, wie bei einer Fahrt zu einem schönem Ziel.

PUSTEKUCHEN.

Das Buch ist aus der Sicht von Alice und ihrem besten Freund Harvey geschrieben. Dazu ist es noch in "Heute" und "Damals" unterteilt und wechselt daher oft Zeitzone, sowie Erzähler. Das hat mich nach einer Weile nicht nur heillos verwirrt, sondern die Geschichte auch echt zäh gemacht. Normalerweise sage ich über diese Art Aufteilung immer, wie gut sie mir gefällt und wie schön die Autorin dadurch unterschiedliche Seiten beleuchten konnte, aber hier ist echt etwas schief gelaufen.

Alice ist eine blöde, selbstgerechte und egoistische Person. Weil sie an Krebs leidet hat sie allerhand Mist angestellt, um sich an Leuten zu rächen, die ihr irgendwann einmal in die Quere gekommen sind oder ihr weh getan haben. Krebs und das Sterben als Ausrede für ihre Rache war noch ganz akzeptabel. Ich meine, was würde ich tun? Ich würde auch Amok laufen, wenn ich weiß, dass ich danach eh ins Gras beiße. Aber das Problem ist, dass Alice eben nicht stirbt und mit dem Scheiß, den sie angestellt hat leben muss. Applaus!

Das Buch schmeißt einem anfangs eine Menge medizinische Tatsachen gegen den Kopf und danach nur noch Alice dämliches Verhalten. Sie behandelt die Leute schlecht, sie redet schlecht über diese und allem voran nutzt sie Harvey (der sie natürlich als bester Freund unsterblich liebt) von vorne bis hinten schamlos aus. Die Liebesgeschichte von beiden war einfach...ohne Worte. Wäre Alice ein Kerl, dann würde man ihm diesen Bad-Boy-Arschloch-Stempel aufdrücken, aber bei einem Mädchen wagt das wohl niemand. Klar hatte Alice viele schwere Dinge durchlebt, aber das rechtfertigt ihr Verhalten nicht im Mindesten.

Die Beziehung zwischen ihr und Harvey war auch einfach krank. Ausnutzen. Benutzen. Sein Leben zerstören. Eifersüchtig sein. Nett sein. Verständnisvoll sein. Nähe zeigen. BAM. Wieder wegstoßen und mies behandeln. Und das mehr als 300 Seiten lang!

Das Buch war aber trotzdem "OK". Es hatte seine Momente, seine guten Stellen und der Schreibstil...ich bin allein wegen des Stils versucht ein anderes Buch der Autorin zu lesen, weil ich den so toll fand. SIDE EFFECTS MAY VARY WHILE READING...passt schon irgendwie.

Englisch-Schwierigkeitsgrad






Stereotypes, sexuality, and destructive rumors collide in this smart YA novel for fans of Sara Zarr’s Story of a Girl, Siobhan Vivian’s The List, and E. Lockhart’s The Disreputable History of Frankie Landau-Banks.

When Rebecca Rivers lands the lead in her school’s production of The Crucible, she gets to change roles in real life, too. She casts off her old reputation, grows close with her four rowdy cast-mates, and kisses the extremely handsome Charlie Lamb onstage. Even Mr. McFadden, the play’s critical director, can find no fault with Rebecca.

Though “The Essential Five” vow never to date each other, Rebecca can’t help her feelings for Charlie, leaving her both conflicted and lovestruck. But the on and off-stage drama of the cast is eclipsed by a life-altering accusation that threatens to destroy everything…even if some of it is just make believe.


LIKE IT NEVER HAPPENED hat bisher eher gemischte Rezensionen erhalten und obwohl ich das Buch mochte, kann ich das durchaus nachvollziehen. Der Roman ist eine Coming of Age Story. Eine Geschichte über das Erwachsen werden, Fehler machen und schlimme Zeiten überstehen. Auf der anderen Seite ist es keine Geschichte, die so leicht und locker ist, wie das Cover einem vielleicht weiß machen möchte. Es gibt witzige Stellen, die Protagonistin hat eine flotte Erzählstimme und Romance...ja, Romance gibt es auch. Aber eben nicht von der Sorte "kennen, lieben, Happy End". Eigentlich könnte man das Buch gut in verschiedene Ebenen unterteilen.

Erste Ebene: Man lernte Rebecca kennen und erhält ganz viele Einblicke in das Theater an ihrer Schule. Man folgt einer Gruppe von jungen Leuten, die an Produktionen arbeiten, ihren Träumen folgen, Spaß haben und sich verlieben. Zweite Ebene: Hier geht es mehr um Familie, das Buch erreicht viel Tiefgang und auch Themen wie Verrat oder Homosexualität werden angesprochen. Dritte Ebene: Das Drama. Das Buch hat Drama, aber realistisches Drama. Eines, das nicht den Klischees folgt, die man lange Zeit im Kopf hat und irgendwie erwartet.

Emily Adrian hat einen ganz wundervollen Schreibstil, der mir eine Atmosphäre vermittel hat, die ich schlechthin geliebt habe. Das Buch hat keine unglaublich coolen Spannungshöhepunkte oder verbiegt sich vor lauter Witze, es war einfach eine schöne Geschichte über ein Mädchen, ihre Träume und das Leben selbst, das einem oft einen Strich durch die Rechnung macht. Freundschaft ist hier wichtiger als die erste Liebe. Zusammenhalt zwischen Schwestern wird an seine Grenzen getrieben.

Ab und zu lese ich einfach gerne solche Geschichten, die eben nicht nur Humor und Fluff sind, sondern mir auch etwas geben oder ein nachdenkliches Gefühl vermitteln. LIKE IT NEVER HAPPENED hat mich nicht vollends überzeugen können, aber ich habe das Buch sehr gerne gelesen :)
 

Englisch-Schwierigkeitsgrad


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