Freitag, 27. November 2015

[BUCHREZENSION] Ostwind - Aufbruch nach Ora


Titel: -
OT: Aufbruch nach Ora
Autor/in: Lea Schmidbauer
Kristina Magdalena Henn
Genre: Kinderbuch
Buchreihe: Ostwind #3
Zur Verlagsseite:






 Kristina Magdalena Henn wurde 1977 in Trier an der Mosel geboren. Nach einem Rucksackjahr in Australien begann sie ihr Studium an der Filmhochschule in München, wo sie seitdem lebt, arbeitet und bei jedem Wetter in der Isar badet.



Lea Schmidbauer wurde 1971 in Starnberg am Starnberger See geboren. Sie studierte ein paar Semester Amerikanische Kulturgeschichte, bevor sie sich an der Filmhochschule in München bewarb. Sie wohnt in München und als Teilzeitlandwirtin in einem kleinen Dorf in Mittelfranken. 



Seit 2007 schreiben die beiden zusammen, unter anderem das Drehbuch zu der romantischen Komödie „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“ und die Pferdeabenteuerreihe „Ostwind“.




Deutsch
Gebunden/ 12,99€
Seiten: 320
Verlag: Alias Entertainment


Englisch
Deutsches
Original




Ostwind geht in die dritte Runde :D


Kurzbeschreibung

Mika ist endlich angekommen: Seit einem Jahr wohnt sie nun auf Kaltenbach, kann Ostwind sehen, wann immer sie möchte und auch Milan, der jetzt auf dem Hof arbeitet, ist an ihrer Seite. Außerdem ist Mika eine kleine Berühmtheit. Pferdebesitzer aus ganz Deutschland legen weite Strecken zurück, um das Therapiezentrum Kaltenbach zu besuchen. Alles könnte perfekt sein. Doch dann gibt es ein schreckliches Gewitter, ausgerechnet an dem Tag, an dem 34 ihr Fohlen zur Welt bringt. Danach ist nichts mehr, wie es war …
Buchgestaltung
Wie auch bei den Vorgängern passt die Gestaltung ganz gut zu den Büchern. Man hätte allerdings auch mehr draus machen können, finde ich. Das Motiv wirkt etwas wie Teil des Posters vom zweiten Film, aber nichtsdestotrotz mag ich es bisher am liebsten von allen Buchcovern. Der Titel passt perfekt.
Meinung

Das dritte Abenteuer von Mika und Ostwind startet alles andere als fröhlich. Im ersten Moment denkt man noch, dass Mika und ihr Pferd endlich glücklich auf Kaltenbach sein können, aber es tun sich einige neue Probleme auf. So ist Mika endlos von ihrem neuen Job als „Pferdeflüsterin“ genervt, denn die Besitzer vieler Pferde haben einfach keine Ahnung, wie man auf Tiere hört. Mika würde lieber frei sein und ihre Zeit nur mit Ostwind verbringen. Ostwind und 34 (ich habe immer noch nicht verstanden, wieso 33 auf einmal 34 in diesem Buch heißt) erwarten ein Fohlen und deshalb ist sind nicht die die werdenden Eltern unruhig, sondern auch Milan, der an nichts anderes mehr denkt. Fanny macht ihr Auslandsjahr in Paris und Mika fühlt sich nach einem schrecklichen Zwischenfall plötzlich ganz allein und von allen im Stich gelassen. Das ist auch der Grund, weshalb sie mit Ostwind nach Ora aufbricht. Dort erhofft sie sich mehr über Ostwinds Herkunft und Familie herauszufinden.

Ich möchte nicht zu viel verraten, aber der Anfang vom Buch trifft einen echt hart. Ich fand es total traurig, was fort passiert und verstehe noch immer nicht ganz, wieso die Autorinnen sich dazu entschlossen haben. Manchmal müssen wohl schlimme Dinge passieren, damit man erneut den Antrieb finden, aber es handelt sich hierbei ja um ein Kinderbuch und ich hatte öfter mal das Gefühl, dass man Mika und Ostwind einfach keine Pause gönnen wollte *schnief*

Wie auch beim Vorgänger ist das Buch locker-leicht geschrieben und Mika hat einen tollen Sinn für Humor. Es gab einige Lacher und dank des schönen Schreibstil flutscht man nur so durch die Geschichte. Der dritte Band bietet von der Handlung auch mal ein paar neue Aspekte. So steht die Reise bzw. Suche nach Ora stark im Vordergrund und alle damit verbundenen Hürden auch. Ich fand das Setting wirklich gelungen und hatte ein richtig gutes Gefühl für Mikas Reise und Umgebung. Besonders die Sache mit den Wildpferden in freier Natur fand ich total cool gemacht und beschrieben. Ebenso das Leben auf der Hacienda. Die ganze Sache mit Spanien und den Gebräuchen dort kamen sehr gut rüber und waren einfach mal etwas anderes. Natürlich verhelfen viele Zufälle Mika zum Ziel und das war nicht ganz so realistisch, aber wann ist es das in Kinderbüchern schon mal? Darüber konnte ich gut hinweg sehen.

Im Buch geht es viel um Mikas Beziehung zu Ostwind und alte Konflikte zwischen den beiden. Dass Mika Ostwind für sich möchte, obwohl sie ihn eigentlich zu seiner Familie gehen lasse sollte und Mikas Flucht vor ihrer eigenen Familie und dem Fehler, den sie begangen hat. Zwischen den Zeilen wird schon sehr viel Wert auf Entwicklung und Moral genommen und das mochte ich sehr gerne. Ich fand es auch toll, dass Fanny wieder mehr mitspielt, weil von von der Freundschaft der beiden Mädchen aufgrund von Milan im zweiten Band doch etwas weniger mitbekommen hat. Wo im zweiten Teil die süßen Liebesgeschichten noch präsenter waren ist es hier die Freundschaft. Auch eine neue Figur wird eingeführt und schließt sich dem Team an.

Natürlich gibt es im Buch auch wieder eine Sache, die gelöst werden muss, um die Wildpferde und die Hacienda zu retten. Der Plot war zwar etwas vorauszusehen, aber trotzdem fand ich die Geschichte, die erzählt wurde unterhaltsam und die Idee um Ora, die Quelle und das Rennen echt gut.

Nach dem Lesen war ich aber nicht zu 100% zufrieden, was wirklich am Anfang des Buches liegt. Der Abschluss war echt schön zu lesen und ich freue mich auch auf weitere Bücher, aber ich hatte den Eindruck, dass man hier vergessen hat, vieles zu erzählen. Was mit Milan los war, wieso 33 plötzlich 34 war, die ganze Sache mit dem Fohlen war nur noch Nebensache und das Ende allgemein. Das ist auch der Grund, warum ich den zweiten Band dann doch einen Ticken lieber mochte. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.



Aufbruch nach Ora ist ein weiteres tolles Abenteuer von Mika und Ostwind, dass sich Fans auf keinen Fall entgehen lassen dürfen. Egal, ob jung oder alt, wer Pferde mag und Humor hat, wird an dieser Reihe gefallen finden. Leider war dieser Teil durch die Ereignisse zu Beginn stimmungsmäßig etwas trauriger, als die beiden anderen Bücher und ein paar Dinge wurden nicht geklärt. Alles in allem mochte ich das Buch aber und empfehle es Eltern und Kindern gleichermaßen :D 



Kommentare:

  1. Das Pferd 34 hieß am Anfang ja 33 aber Milan und Mika wollten einen neuen Namen, da der Alte an die schlimme Zeit erinnert dir das Pferd hatte. Und aus Spaß haben sie es dann 34 genannt

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  2. Ich persönlich finde die Sache mit dem Fohlen schlecht gemacht. Im Epilog des 2. Teils geht alles Problemlos und vorallem wird das Fohlen im FRÜHSOMMER geboren. Im dritten Teil ist es genau das Gegenteil und vor allem im Winter.

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