Dienstag, 17. November 2015

Der NaNoWriMo & Ich - oder: Wie ich Wörter atme, lebe und mein Bestes gebe



Heute ist der 17. November und somit liegen wir schon fast 2 ½ Wochen im NaNoWriMo. Für diejenigen unter euch, denen diese Abkürzung kein Begriff ist, hier das Wesentliche:

NaNoWriMo bedeutet National Novel Writing Month. Der Begriff ist ziemlich selbsterklärend. In einem Monat – jedes Jahres im November – versuchen Menschen überall auf der Welt einen Roman zu schreiben. Der Begriff „Roman“ wird hierbei allerdings mit einer Wortzahl von 50.000 Wörtern definiert – eine Zahl, die in der Buchbranche meistens kein ganzes „Buch“ ausmacht. Ziel des Ganzen ist es einfach sich und andere zu motivieren so viel zu Schreiben, wie nur möglich.

Gewinnen tut man am Ende die Gewissheit, dass man sein Bestes gegeben hat. Dass man einen Roman geschrieben hat und 30 Tage lang jeden Tag alles gegeben hat. Das ist unbezahlbar.

Ich nehme dieses Jahr schon zum dritten Mal teil. Geschafft habe ich es bisher das erste Mal 2014, denn im Rahmen des NaNos entstand mein Roman „Sternenmeer“, den einige von euch vielleicht kennen. Auch dieses Jahr bin ich dabei. Schreibe. Zähle Wörter. Suche nach Motivation und habe manchmal das Gefühl, dass ich ich sowieso nur Mist verzapfe. Die Halbzeit ist angebrochen und deshalb wollte ich einfach ein wenig darüber plaudern, wie es mit beim Schreiben ergeht und vielleicht den ein oder anderen Tipp mit euch Teilen, der mir hilft, nicht aufzugeben :D

Jeden Tag 1666 Wörter – das ist die magische Zahl, die euch im Rennen hält.

Man sollte gar nicht erst anfangen sich mit anderen zu vergleichen! Viele Schreiberlinge haben inzwischen sogar ihr Ziel erreicht, schaffen unglaubliche 6000 Wörter an manchen Tagen und nebenbei noch andere Sachen. Jeder hat einen anderen Rhythmus und tickt anders. Selbst, wenn ihr es am Ende nicht zu den offiziellen Gewinnern zählt, so habt ihr dennoch etwas gewonnen und das ist die Tatsache, dass ihr es versucht habt :D Das habe ich mir die Male, die ich es nicht gepackt habe auch gesagt. Ich bin der Meinung, dass kein geschriebenes Wort umsonst sein wird.

Motivation zu halten ist leichter gesagt, als getan.

Wenn man sich meinen Wordcount anschaut, dann bin ich mehr als gut dabei. Einer der Gründe, warum ich mich so reinhänge waren allerdings auch Deadlines und ein bisschen Zeitdruck, den ich mir aus positiven Gründen selber auferlegt habe. Für viele – und auch für mich – gibt es aber immer diese Tage, an denen man denkt, man schafft kein einziges Wort...aber, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg! Angesichts der Umstände, dass viele von euch Kinder haben, zur Schule gehen oder weitere Verpflichtungen nicht links liegen lassen können, mag das etwas hart klingen, aber es ist wahr. 1666 Wörter sind machbar. Sie sind es wirklich und wenn man erst mal die Blockade in seinem Kopf überwindet, dann kann man auch so richtig loslegen. Lasst euch nicht von Zweifeln oder Fragen abhalten. In erster Linie geht es darum zu Schreiben – ob und was daraus wird sind andere Dinge.

Ich kann es schaffen!

Naja, das habe ich auch schon fast, aber ich bleibe am Ball :D Jeder Tag bedeutet ein neuer Wordcount und man darf sich erst gar nicht auf alten Lorbeeren ausruhen. Das Schreiben geht munter weiter. Ich belohne mich immer mit einer Folge einer coolen Serie, Schokolade oder Lese etwas, wenn ich mein Tagesziel erreicht habe. Außerdem habe ich festgestellt, dass Schreiben in Etappen (also wenige Wörter in mehreren Sitzungen) über den Tag verteilt auch mehr Spaß machen. So kann man immer etwas Schreiben und Pause machen, Schreiben und Pause machen...besonders gut klappt das, wenn man zwischendurch andere Dinge erledigen muss.

Mein NaNo...

hat mir jedenfalls einiges gebracht :D Ich habe ein angefangenes Buch beendet und schreibe aktuell an meinem Printbuch, das bei Carlsen 2017 im Mai erscheint und - ich liebe es! Einfach Schreiben, Schreiben und Schreiben als gäbe es kein Morgen. Das beste Gefühl der Welt eben. Wenn ihr euch also wundert, warum ich gerade alle paar Tage gleich mehrere Posts raushaue oder mal gar nichts kommt – ich bin dem Wahn verfallen.


Euch einen schönen Abend! Für mich heißt es jetzt: 1666 Wörter, ich komme!


Macht ihr beim NaNo mit? 
Wie läuft es für euch bisher? 
Ultimative Motivations-Tipps?  



Dieser Post wurde von meinem Autoren-Blog re-bloggt. 

1 Kommentar:

  1. Hallöchen,
    ich mache auch mit :) Die erste Woche lief bei mir wirklich gut, aber die zweite hat die Inspiration dann leider etwas nachgelassen :/ Mein Puffer ist jetzt komplett aufgebraucht, weshalb ich morgen/heute wieder eine Menge schaffen möchte...
    Ich schreibe am dritten Band meiner Fantasy-Trilogie und es macht mir auch wahnsinnig Spaß :)
    Darf ich dich nach der Geschichte zu Carlsen fragen? Also wie du dazu gekommen bist und so? Ich finde das immer so interessant, Leute zu treffen, die auch beim Nano mitmachen und schon mit einem Verlag zusammenarbeiten oder es in Aussicht haben :)

    Liebe Grüße,
    Kate ♥

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