Sonntag, 24. April 2016

[BOOK QUICKIES] Gedankengänge querbeet





Bei den BOOK QUICKIES gibt es ein paar Sätze zu ein paar gelesenen Bücher.
(Manchmal - ziemlich oft - wird der Text auch länger als "ein paar Sätze" xD)



WHEN WE COLLIDED
Krankheit(en) ♥ Verlust ♥ Abenteuer

Als ich angefangen habe das Buch zu lesen (so die ersten 1-3 Kapitel), mochte ich die Idee und Figuren noch sehr gerne. Mit jeder Seite mehr, wurde mir aber schnell klar, dass die Autorin ihre Geschichte EXTREM vollgestopft hat. Es geht hier nicht nur um die Insta-Love zweier Teenager, sondern auch bipolare Störungen, Depressionen, Verlust, finanzielle Sorgen und einiges mehr. Das war wirklich zu viel. Das Buch hatte so unglaublich viele Baustellen, dass ich rasch genervt von der Oberflächlichkeit war, mit der die Autorin einzelne Themen abhandelt. 

Das Buch ist aus der Sicht von Vivi und Jonah geschrieben und leider kommen dadurch auch öfter Mal Wiederholungen vor - eine Szene aus zwei Perspektiven, was ich mehr als unnötig empfand. Anfangs war ich ganz begeistert davon wie toll Vivi drauf war - lebensfroh, witzig und charmant. Ich dachte, dass sie eine Figur sein würde, sie ich lieben könnte. Vivi leidet allerdings an einer bipolaren Störung und die Autorin hat das hier nicht sonderlich gut beschrieben. Durch ihre "Stimmungswechsel" war Vivi einfach nur unsympathisch und kam bitchig rüber, statt man sie als Leser versteht und durch ihre Sicht Einblicke in ihr Leben mit dieser Krankheit erhält. Das war unglaublich schade. 

Jonah hingegen ist einfach Mr Gary Stue himself und obwohl er ganz nett war, so fand ich ihn echt langweilig. Ja und Amen zu allem und jedem sagen...urg. Die ganze Sache mit seinem toten Vater hat man ihm auch kaum angemerkt. Überhaupt war das Buch mehr Beschreibungen, als sonst war. Alles, was man als Leser über die Figuren erfährt wird einem in Dialogen mal eben schnell vor die Nase gesetzt. Entwicklungen oder aktive Szenen fehl am Platz. 

Die Autorin hat hier einfach zu viel gewollt. Alles hat sich so falsch und unecht angefühlt. Und dann gab es da so Szenen, wie z.B. Vivi redet mit Jonahs Mom über Depressionen "Bonding Time" und ich dachte nur so: ja, klar! Das war alles so scheiß unrealistisch. Überhaupt wie hier "Mental Illness" dargestellt wurde...furchtbar. Kann ich nur den Kopf schütteln. Obendrauf gab es auch noch diese bescheuerte Insta-Love mit unzähligen Gedanken über das gute Aussehen des jeweils anderen -_- Das Einzige, was ich mochte war Leah, Jonahs kleine, quirlige Schwester. 




I´LL MEET YOU THERE
Krieg ♥ Liebe ♥ Drama

Das Buch ist für mich persönlich einfach kein "Young Adult", muss ich wirklich sagen. Es wird richtig hardcore geflucht, es gibt "sexuelle" Szenen und naja, eigentlich liest sich vieles an dem Buch wie die typischen Elemente von "New Adult" - außerdem sind die Figuren auch aus der Schule und der Love-Interest Josh sogar ehhhh 20 (glaube ich xD). Ist jetzt sicher keine Überraschung, aber genau diese Dinge haben mir am Buch einfach gar nicht gefallen. Besonders Josh ist oftmals einfach vulgär und ständig beledigt er andere Kerle in diesem Buch. Das fand ich fürchterlich. Er ist so der 0815 abgewrackte Bad Boy mit schwarzer Seele und all dem Krams. Und er will Liebe.

Allerdings ist es so, dass man Josh teilweise wirklich verstehen kann. Er hat an der Front schlimme Sachen gesehen und erlebt und die haben ihn unglaublich geprägt. Deshalb sollte er trotzdem keinen Freifahrtschein für den scheiß bekommen, den er hin und wieder so abzieht, ABER die Autorin hat hier auch sehr viel realistische Szenarien beschrieben, die eben den Charakter prägen, die Seele färben und einen schon mal ziemlich grantig und finster werden lassen.

Sky war mir leider auch nicht vom Fleck weg sympathisch. Genau wie Josh war sie ein ziemliches Klischee und ich habe bis zur Hälfte des Buchs gebraucht, ehe ich sie annähernd nett fand. Das Buch hat dazu noch einen sehr langsamen Plot, der viel Drama und Hin und Her und dieses ganze "kriegen sie sich? oder doch nicht" echt auf die Spitze treibt. ABER auch hier muss ich wieder sagen, dass es genauso viele wundervolle Dialoge voller Emotionen gab und irgendwie so "echte" Dinge, die mein Herz berührt haben. Ich hatte einfach ununterbrochen das Gefühl, dass Buch wäre zu 50% einfach schlecht und zu 50% interessant und unterhaltsam. Deshalb hat es dann letzten Endes auch die Mitte von der 5-Sterne-Wertung bekommen, also 2,5 Sterne. 

Ich finde, man muss es nicht gelesen haben, aber andere Leser hat es richtig umgehauen, weil die Liebesgeschichte irgendwie so Nicholas-Sparks-und-Bad-Boy-Drama-ig war. Mir hätte das Buch auch weitaus besser gefallen, wenn die Autorin Homosexuellen ein bisschen mehr Respekt gezollt hätte. Es gab schon so 1-2 Stellen, die echt beleidigend waren und ich musste viel die Augen rollen. 




THE SHADOW QUEEN
Märchen ♥ Fantasy ♥ Liebe

Das neue Buch von CJ Redwine wollte ich unbedingt lesen, weil mir ihre "Defiance" Reihe wahnsinnig gut gefallen hat. Märchen gehen doch sowieso immer, oder? Und ich muss sagen, dass die Autorin hier schon ein paar originelle Einfälle am Start hatte. Viele Dinge halten sich aber leider doch sehr arg an den Plot des Originals, was hier "Schneewittchen" ist. So war das Buch selten überraschend, was die Handlung angeht und hin und wieder hat sich alles doch sehr gezogen. 

Der Roman ist aus der Sicht von Lorelai und Kol geschrieben. Die Autorin hat es geschafft beiden eine eigene Stimme zu verleihen, aber so richtig warm geworden bin ich weder mit der Prinzessin, die ihr Königreich vor der "Evil Queen" retten will, noch dem Prinzen, der mit dieser einen Pakt für das Wohlergehen seines Volks geschlossen hat. Die Konstellation der Beziehungen der Figuren untereinander war allerdings doch recht interessant und im Verlauf des Buches habe ich langsam angefangen sie alle zu mögen. 

Die Sache ist einfach die - The Shadow Queen verspricht ein ganz tolles, episches Abenteuer in Fairytale-Retelling Format, aber es war nur Durchschnitt. Vieles hat man schon gelesen, kennt man einfach und da die Handlung dicht am Original ist, passiert auch nichts überraschendes. Ich hatte auch einfach das Gefühl, die Autorin wollte zu viel. So kommen in dem Buch etliche Fantasy-Wesen, Kriege, Völker etc vor, aber wirklich zuordnen kann man die bei den dutzend Eigennamen nur sehr schwer. An Spannung hat es vielen Momenten auch gemangelt und naja...die Liebesgeschichte hat leider einen Touch Insta-Love.

Dennoch war das Buch auf einige Weisen unterhaltsam. Es hat Spaß gemacht die Reise der Figuren zu begleiten und für eine nette Story mal eben so hat es alle Mal gereicht. Und weil die "Ravenspire" Reihe von unabhängigen Retellings handeln wird, gebe ich Band 2 noch eine Chance :)




LITTLE WOMEN
 Klassiker ♥ Kinderbuch ♥ Familie

Obwohl das Buch fast 800 Seiten hat, habe ich es in 3 Tagen durchgelesen - das sagt doch schon ganz schön viel aus, oder? Ich wollte Little Women vor allem lesen, weil es ein sehr bekannter Klassiker ist und viele meiner Freunde so begeistert von der Geschichte waren. Das Buch hat wirklich sehr viel Charme und Herz. Man wird nach und nach langsam in die Geschichte hineingezogen. Im ersten Part geht es viel um Familie und Freundschaft, erste Liebe und Schlägen des Schicksal, die immer wieder dafür sorgen, dass sich vieles ändert, was man sich als Leser so lieb gewonnen hat. Im zweiten Part ist die Story - und auch die Figuren - erwachsener und man erhält neue Einblicke in bereits Bekanntes und außerdem wird das Abenteuer weiter gesponnen. Früher war das Buch auch in zwei Ausgaben, nämlich "Little Woman" und "Little Wifes" unterteilt, vielleicht wisst ihr damit eher, worauf ich anspielen möchte :D 

Die vier March Schwestern und ihr Leben wäre auch ein sehr treffender Titel gewesen, denn um diese vier Persönlichkeiten geht es in dem Roman. Ich finde, man darf auch gar nicht zu viel verraten, aber ich sage euch: Realität kann wirklich so spannend sein. Und lustig. Und grausam. Die Autorin hat einen wundervollen Job gemacht und ihre Figuren sehr authentisch und lebendig gezeichnet. Einige davon wachsen einem ganz fest ans Herz, andere will man gar nicht mehr wiedersehen. Die Einflüsse der damaligen Zeit, des Kriegs und anderer Dinge sind hier im Setting auch spürbar und das war mal etwas anderes, als die Jugendbücher, die ich sonst so lese. Mir jedenfalls hat das Buch gut gefallen. Es wäre gelogen zu sagen, dass bei über 800 Seiten nie Langeweile aufkommt - denn ich habe mich durchaus durch einige Kapitel gequält - aber dennoch ist das Gesamtwerk überzeugend. 

Die Geschichte hat viele Auf und Abs, es passieren wundersame Dinge, aber auch sehr traurige. Man könnte ziemlich gut über den Inhalt philosophieren und diskutieren, wenn man genauer darüber nachdenkt, was so hinter den Zeilen steckt. Ich verstehe schon, wieso dieses Buch echten Klassiker-Status erreicht hat. Bis auf einige Abstriche für langatmige Szenen und Figuren, deren Geschichte mich einfach null interessiert hat, mochte ich das Buch wirklich sehr gerne und werde noch eine Zeit in Gedanken an die Jo, Beth, Meg und Amy (die ich überhaupt nicht leiden konnte) schwelgen. 



1 Kommentar:

  1. Uii, Little Women wollte ich auch immer schon lesen! Muss ich dem dann mal ne Chance geben! =)

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