Mittwoch, 6. April 2016

[BUCHREZENSION] Living The Dream. Liebe kennt keinen Plan.


Titel: -
OT: Living The Dream. Liebe kennt keinen Plan.
Autor/in: Amelie Murmann
Übersetzer/in: -
Genre: YA, Contemporary
Buchreihe: Einzelband
Zur Verlagsseite:







Amelie Murmanns Liebe zu Jugendromanen begann mit einem Jungen, der überlebte, und festigte sich endgültig mit einem Mädchen, das in Flammen stand. Um diese Liebe mit der Welt zu teilen, eröffnete sie 2010 ihren eigenen Buchblog und begann kurz darauf mit dem Schreiben. Amelie lebt mit ihrer Familie und ihren über vierhundert Büchern in Moers. Wenn sie nicht gerade liest, schreibt oder bloggt, studiert sie Lehramt an der Universität Essen. Ihr Debütroman »Wanderer. Sand der Zeit« ist bei Impress, einem Imprint des Carlsen Verlags, erschienen.




Deutsch
Ebook/ 3,99€
Taschenbuch/ 12,99€
Seiten: circa 250
Verlag: Impress/Carlsen


Englisch
Deutsches
Original!






Kurzbeschreibung

Living the Dream – das ist Lillis Schlachtplan, als ihr zu Anfang des neuen Schuljahres aufgeht, dass ihr nur noch ein Jahr bleibt, um alles zu tun, was zu einem ordentlichen Teenagerleben dazugehört: rauschende Partys, jede Menge Drama und natürlich der erste Kuss! Ihre Anfangsmission lautet: Bringe jemanden dazu, sich gezwungenermaßen im Unterricht neben dich zu setzen, und verliebe dich dann in ihn. Eine Herausforderung, findet Lilli, aber machbar! Doch dann gerät sie dabei ausgerechnet an Zachery Martinez, den Draufgänger der Schule. Und als sie ihm auch noch versehentlich Nachsitzen einhandelt, ist er alles andere als begeistert. Gut, dass es noch weitere Missionen auf ihrer Liste gibt. Blöd nur, dass ihr Zach bei diesem Vorhaben immer wieder in die Quere kommt – ganz besonders bei der Mission »Erstes Date«…
Buchgestaltung
Mir gefällt das Cover wirklich ausgesprochen gut! Es ist perfekt für eine süße und leichte Contemporary Geschichte und spiegelt auch den Inhalt ein klein wenig wieder. Der Zettel symbolisiert auch wunderbar Lillis Liste aus dem Roman und da dieser den Kuss etwas verdeckt sieht das alles noch mal eine Ecke niedlicher aus. Ich finde auch die Farben sehr schön, weil sie einen warmen Eindruck machen und irgendwie Sommer-Feeling wecken.
Meinung

Die Wanderer Dilogie und auch das eShort von Amelie Murmann zählen zu meinen liebsten Büchern und ich war schon sehr gespannt auf ein ganzes Buch aus dem Genre Contemporary. Dass die Autorin ein Gespür für eine humorvolle Liebesgeschichte hat, hat sie schon in „Feinde mit gewissen Vorzügen“ bewiesen. In Living The Dream gibt es neben den typischen Contemporary-Elementen aber auch eine Menge Spannung, die besonders das Ende ziemlich aufpeppt. Die Mischung aus Romance und überraschenden Wenden hat bei mir jedenfalls genau ins Schwarze getroffen.

Im Roman geht es um Lilli, die kurz vor dem Abi steht und eines Tages feststellt, dass ihr Leben gar nicht so diese 0815 Klischees aus den amerikanischen Filmen beinhaltet, die sie immer sehr gerne schaut. Kurzum stellt sie eine Liste mit Dingen auf, die sie erfüllen will, um den „amerikanischen Traum“ eines jeden Teenager zu leben – Musicalnummer inklusive! Zu Beginn jedes Kapitels steht ein Punkt ihrer Liste in sehr humorvoller Tagebuch-Manier. So lernt man gleich die witzige Seite der Protagonistin kennen. Das Coole an der Sache ist, dass es eben genau die Klischees in Liebesfilmen sind, die uns alle inzwischen zu den Ohren raushängen, die Lilli hier auf ihre ganz eigene Weise neu erlebt. Szenen wie den „Kuss im Regen“ oder den „gezwungenen Sitznachbarn“ nachzustellen ist nämlich gar nicht so einfach und Lilli muss eine Menge Chaos ertragen, weil einfach nichts so klappt wie es geplant war.

Lilli als Protagonistin war mir wirklich sehr sympathisch. Mit ihrer etwas unbeholfenen, charmanten Art hat sie sich sofort in mein Leserherz katapultiert und ich habe wahnsinnig gerne ihre Gedanken und Gefühle verfolgt. Es gab so oft etwas zu lachen, dass ich mehrmals fast vom Stuhl gekracht wäre xD Aber Lilli hat nicht nur diese leichte Seite, sondern auch eine Art Geheimnis, das in ihrer Vergangenheit liegt und ihr das Leben manchmal sehr schwer macht. So erreicht das Buch oft Punkte, an denen man zum Nachdenken angeregt wird und der Schreibstil sogar einen sehr poetischen Touch erlangt.

Es gab einfach so viele Stellen, an denen ich inne halten und mir einen Moment Zeit nehmen musste, um mir die Worte der Autorin durch den Kopf gehen zu lassen. Living The Dream ist eben nicht nur eine Story über die erste Liebe, sondern auch darüber, wie man sich seinen Ängsten stellt und nach vorne blickt. Unterstützung bei ihrem „Chaos-Plan“ hat Lilli von ihren besten Freundinnen. Von denen mochte ich vor allem Hannah super gerne! Sie war so ein süßes und liebes Mädchen und immer, wenn sie etwas zum Besten gegeben hat, musste ich schmunzeln. Ich fand es wirklich schön, dass Freundschaft hier auch eine Rolle gespielt hat und es eben um mehr ging, als nur den sexy smexy Bad Boy, der allen den Kopf verdreht.

Wo wir auch schon bei Zach wären und den mochte ich von allen Figuren am meisten. Kaum zu glauben, aber ich fand mal einen Kerl in einem Contemporary Buch besser als die Protagonistin selbst – Wunder geschehen also doch noch. Zach hat zwar auf den ersten Blick schon ein Draufgänger Image, aber das ist vielmehr etwas, was andere ihm andichten, als das es seinem Charakter entspricht. Der ist nämlich verständnisvoll, loyal und sehr aufgeschlossen. Das Zach einen unglaublich süßen kleinen Bruder hat war auch ein mega Pluspunkt, denn so hat man viel über Zachs Familie erfahren. Normalerweise fallen „Bad Boys“ ja vom Himmel, ohne irgendwo eine Familie zu haben, weil Gott bewahre, sonst wären sie ja Menschen wie jeder andere.

Überhaupt hat man im Buch auch viel über die Familien der Figuren erfahren und ihre Hintergründe, was allem mehr Tiefgang verliehen hat. Und obwohl das Buch auf „Cuteness-Overload-Disney-Film-Level“ agiert und man sich den Verlauf an vielen Stellen recht schnell ausmalen kann, so war vor allem das Ende sehr überraschend und sehr spannend. Die Autorin hat die Story noch einmal gedreht, ohne dabei zu viel Drama einzubauen und besonders das Ende...uff, dieses Ende....also ich musste echt ein paar Tränchen verdrücken, weil das ging einfach direkt mit einem Pfeil der Awesomeness ins Herz :D Der ganze Epilog hat bei mir einen 5-Sterne-Status. Einen halben Stern Abzug in der Wertung gibt es nur, weil ich ein bisschen gebraucht habe, um mich in die ersten Kapitel einzulesen, aber das ist schon Meckern auf hohem Niveau.




Living The Dream ist ein witziges und niedliches Contemporary Buch, das besonders Lesern gefallen wird, die – genau wie ich – die Art von Geschichten mögen, die süß wie Zuckerwatte sind und direkt an den Romantiker in einem appellieren. Zwischen Humor und Freundschaft waren es vor allem die starken Dialoge, die an einigen Stellen zum Nachdenken anregen, dem Buch aber nie die leichte Atmosphäre nehmen. Klischees können eben doch cool sein!


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