Dienstag, 17. Mai 2016

[Kurzeindruck] 5x Magellan-ish Lesen - Lil April


In Lils Familie ist das Chaos Dauerzustand: Fünf Geschwister, ein Hund, ein Au-pair-Mädchen und zwei schusselige Erziehungsberechtigte beanspruchen Lils Rund-um-die-Uhr-Aufmerksamkeit. Dabei hätte sie genug eigenen Kram, um den sie sich kümmern müsste – nicht zuletzt den interessanten neuen Nachbarjungen von gegenüber. Als dann aber ihr Vater anfängt, sich sehr merkwürdig zu verhalten, ist Lil plötzlich doch ganz froh, kein Einzelkind zu sein …


Mein Eindruck in 5 Sätzen:

1) Altersgerechte Umsetzung für junge Mädchen.
2) Verrückte Namen sind an der Tagesordnung.
3) Das Familienleben wird realistisch beschrieben. 
4) Mir war es oft zu viel des Guten bezüglich des Chaos.
5) Es fehlte ein klein wenig der rote Faden.

Etwas ausführlicher:

Lil April war ein sehr nettes Kinderbuch für junge Mädchen, die sich bestimmt ganz prima mit Lil als Protagonistin identifizieren können. Diese ist zwar nicht auf den Mund gefallen, in manchen Situationen trotzdem mal schüchtern und weiß absolut nicht wie man sich cool benimmt - schon gar nicht dem Jungen gegenüber, den sie auf Anhieb mag. Der Klappentext verspricht hier ein buntes Familienchaos und das hat man auch bekommen. Ich finde, die Autorin hat es wirklich sehr realistisch beschrieben, wie Beziehungen unter Geschwistern funktionieren, was für Konflikte und Baustellen in größeren Familien herrschen und wie lustig, aber auch ernst das alles sein kann. Für meinen Geschmack war es an einigen Stellen aber schon zu viel Chaos und so kommt man oft gar nicht mit, welche Figur nun welches Problem hat. Was ich ganz schwierig fand war, dass es im Roman wirklich keinerlei Beschreibungen zum Aussehen der Charaktere gibt und so blieben viele Geschwisterkinder und Freunde sehr blass und waren nicht greifbar für mich. Ich hätte mir an dieser Stelle echt etwas mehr Input und weniger einfachen Schreibstil gewünscht.

Die Umsetzung des Buches ist trotzdem sehr altersgerecht und jüngere Leserinnen werden sicher mehr Spaß haben als ich. Lil April ist eben ein Kinderbuch, dass auch nur für die Zielgruppe funktioniert und nicht eines dieser "All-Age-er", den man auch Lesen kann, wenn man die 20 überschritten hat, wie z.B. Cornwall College. Das merkt man besonders an dem Humor und den Peinlichkeiten, die bei mir gar nicht so witzig ankamen, wie sie es sein sollten. Allerdings finde ich, dass dem Buch schon ein wenig der rote Faden gefehlt hat und ich oft nicht wusste, welchen Zweck bestimmte Dialoge oder Szenen nun inne hatten. 

Alles in allem hat das Buch mich für eine Weile unterhalten und ich kann auch nicht sagen, dass es ein schlechtes ist - nur leider habe ich gemerkt, dass ich den Inhalt betreffend doch sehr weit aus der Zielgruppe falle und deshalb sollte man dieses Werk eher seiner kleinen Schwester oder vielleicht Cousine schenken, wenn sie zwischen 10-13 ist :) 


1 Kommentar:

  1. Hallöchen :)

    Ich hab grad gar nicht gemerkt das es ein junge Mädchen Buch ist (so nenne ich diese Art von Büchern :D) bis ich deine Rezension gelesen habe xD
    Aber ein guter Tipp als nächstes Geschenk für meine Cousine!

    Liebe Grüße

    Alisia

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