Freitag, 13. Mai 2016

[Kurzeindruck] 5x Magellan-ish Lesen - Sternschnuppenstunden


Wie wehrt man sich gegen fiese Sprüche und gemeine Angriffe? Aus bitterer Erfahrung weiß Lara: gar nicht. Denn alles, was sie versucht hat, hat ihre Lage nur noch schlimmer gemacht. Deswegen hält sie still, zieht den Kopf ein und fragt sich, ob sie nicht doch schuld ist an der ganzen Misere.Das ändert sich, als sie Ben trifft. Die Stunden mit ihm sind bald die einzigen Lichtblicke in Laras Leben. Durch seine Augen sieht sie sich in einem neuen Licht: Sie ist klug, witzig und hübsch, und was ihr passiert, ist Mobbing der übelsten Sorte. Gemeinsam suchen sie einen Ausweg aus Laras Situation. Und es könnte ihnen gelingen, wäre da nicht ein Problem: Ben ist Laras Lehrer.



Mein Eindruck in 5 Sätzen:

1) Der Humor ist wirklich abgefahren.
2) Die Protagonistin war sehr schlagfertig.
3) Mobbing als Thema wird sehr gut dargestellt.
4) Die Lehrer-Schüler-Sache war schlecht gemacht.
5) Das Buch ist in reinen Tagebucheinträgen geschrieben.

Etwas ausführlicher:

Sternschnuppenstunden besteht nur aus Tagebucheinträgen, was ich vor dem Lesen gar nicht wusste. Ich muss aber sagen, dass diese Art der Romanform hier doch recht gut funktioniert hat und besonders der sehr exzentrische und verrückte Humor der Protagonistin hat mich anfangs oft zum Lachen gebracht. Seinem Tagebuch vertraut man eben doch mehr an, als man manchmal anderen Leuten direkt ins Gesicht sagt. Ich wusste natürlich, dass es hier eine Art Schüler-Lehrer-Beziehung gibt, aber die war gar nicht DAS Thema des Buches. Die Autorin hat besonders in der ersten Hälfte des Buches viel Wert auf Familie gelegt und das Innenleben von Lara toll beschrieben. Mir war sie jedenfalls eine Weile richtig sympathisch. Ich sage hier extra "eine Weile", weil ich gegen Ende der Story leider nicht mehr viel mitfühlen oder auch lachen konnte. Die ganze Sache mit ihrem Lehrer war einfach total seltsam gemacht und ich habe überhaupt nicht den Funken zwischen den beiden gespürt, der dann dafür sorgte, dass geschah, was nun einmal geschieht, wenn zwei Leute sich ineinander verlieben. Hier wurde sehr offen damit umgegangen und das fand ich auch gut, aber trotzdem war der Konflikt einfach nicht zufriedenstellend gelöst.

Was mich hingegen überrascht hat war die Sichtweise auf das Thema Mobbing. Hier wurde viel gezeigt, dass es unterschiedliche Arten von Mobbing gibt und das nicht nur den schwachen und ruhigen Menschen passieren kann, sondern auch jemand so taffem wie Lara. Es steckte auch ein wenig eine Moral dahinter und das ist bei solch einem Hauptproblem natürlich sehr wichtig bei einem Jugendbuch. Die Tagebucheinträge konnten mich schon gut unterhalten, auch, wenn sie oft nur als Schule/Alltag bestanden. Trotzdem haben mir deshalb auch einfach die aktiven Auseinandersetzungen gefehlt, die Stimme der Vernunft, denn wir befinden uns hier nun einmal in einer begrenzten Welt, die von Laras Gedanken und Gefühle gesteuert wurde. Ich hätte gerne mehr von dem Drumherum gesehen oder gar erlebt, aber das war eben aufgrund des Tagebuchs nicht möglich.

Sternschnuppenstunden ist ein nettes Buch gewesen, allerdings fand ich das Ende etwas zweifelhaft, zu schnell abgehandelt und es fühlte sich öfter mal so an, als habe die Autorin das Wesentliche aus den Augen verloren. Ein gutes Durchschnittsbuch in meinen Augen.


1 Kommentar:

  1. Hallöchen :)

    Klingt soweit eigentlich interessant aber das sind ja recht große Themen was sich die Autorin ausgesucht hat (also Mobbing und Lehrer-Schüler-Beziehung). Bis jetzt habe ich Lehrer Schüler Beziehungen nur bei einem Buch gelesen (Weil ich Layken liebe) und natürlich bei Mangas (mag ich letzter Zeit ganz besonders xD). Das es in einer Art Tagebucheintrag geschrieben ist klingt interessant :) Liest man auch nicht so oft!

    Liebe Grüße

    Alisia

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