Sonntag, 26. Juni 2016

[BOOK-SHOTS] With Malice, The Fall Of Butterflies & The Unexpected Everything


In meiner neuen Kategorie "Book-Shots" verbinde ich zwei Dinge: Fotos & Mini-Reviews. Ich bin nämlich vor unter die Instagram-er gegangen und seitdem sind doch schon einige Bilder entstanden, von denen ich mir dachte, ich könnte sie für solche Mini-Reviews nutzen :D Irgendwie sieht es doch etwas cooler aus, wenn Posts nicht nur aus Textblöcken bestehen, sondern durch Fotos/Bilder gebrochen werden. Dazu kommt, dass ich aus Zeitmangel auch kaum noch zu "richtigen" Rezensionen komme...naja :-)




Genre: YA Contemporary-Mystery
Format: Hardcover/16,99€
Seitenanzahl: 320
Sprache: englisch


So spannend kann eine ziemlich verbrauchte Idee noch sein.

Eighteen-year-old Jill Charron's senior trip to Italy was supposed to be the adventure of a lifetime. And then the accident happened. Waking up in a hospital room, her leg in a cast, stitches in her face, and a big blank canvas where the last 6 weeks should be, Jill comes to discover she was involved in a fatal accident in her travels abroad. She was jetted home by her affluent father in order to receive quality care. Care that includes a lawyer. And a press team. Because maybe the accident...wasn't an accident. Wondering not just what happened but what she did, Jill tries to piece together the events of the past six weeks before she loses her thin hold on her once-perfect life.

Eileen Cook ist eine Autorin, zu deren Bücher ich sehr gerne greife, wenn ich etwas Kurzes für zwischendurch lesen möchte und auch ihr neustes Buch "With Malice" hat mich nicht enttäuscht. Der Klappentext klingt sehr nach dieser typischen Amnesie Geschichte, die wir schon in dutzenden YA Romanen zu Gesicht bekommen haben. Eigentlich stimmt das auch. Die Protagonistin hatte einen Unfall, wacht ohne Erinnerungen daran auf usw. Ich muss auch gestehen, wäre das Buch von einer anderen Autorin hätte ich es wohl auch nicht gelesen, aber für mich hat es sich jedenfalls gelohnt. Die Autorin hat es geschafft den Mystery-Faktor gut umzusetzen. So rätsel man wirklich ungewöhnlich lange mit Jill mit, was denn nun genau in Italien passiert ist. Wieso musste ihre beste Freundin sterben? War es ein Unfall? Unglück? Doch etwas anderes? Ich fand es sehr cool, dass das Buch nicht nur aus dem normalen Wortfluss einer Story besteht, sondern auch Indizien, Scripte von Polizei Verhören und Emails mit eingebunden worden. Als Leser bekommt man so vieles mit, von dem die Protagonistin selbst noch nichts weiß und erst nach und nach zusammensetzt.

Normalerweise ist so ein Mystery-Thriller ja immer damit verbunden, dass auch aktuell, also in der Gegenwart etwas Unheimliches geschieht, aber hier konzentriert sich das alles auf den Unfall. Trotzdem war es wirklich spannend! Ich meine, die meiste Zeit war Jill im Krankenhaus oder der Rehab-Klinik und dennoch habe ich mitgefiebert. Alles war authentisch genug beschrieben, sodass ich gefesselt war. Außerdem hatte der Roman eine tiefen-psychologische Ebene, die mich fasziniert hat. Die Autorin hat für die sehr realen Erklärungen sicher eine Menge recherchieren müssen. Ich könnte jetzt nicht sagen, dass mir die Figuren besonders aufgefallen sind oder übermäßig gut ausgearbeitet waren, dafür gab der Plot aber umso mehr her. Das Ende des Romans hat mich dann überrascht. Ich sage nur so viel: wer offene Enden nicht mag, sollte wohl eher die Finger vom Roman lassen. Ich für meinen Teil fand diese Lösung zum Schluss aber immer besser, je länger ich darüber nachgedacht habe. Unterhaltsamer, kurzweiliger Mystery-Roman.




Genre: YA Contemporary
Format: Taschenbuch/10,90€
Seitenanzahl: 400
Sprache: englisch


Eine seltsame Geschichte über Freundschaft und das Leben. 

Willa Parker, 646th and least-popular resident of What Cheer, Iowa, is headed east to start a new life. Did she choose this life? No, because that would be too easy—and nothing in Willa’s life is easy. It’s her famous genius mother’s idea to send her to ultra-expensive, ultra-exclusive Pembroke Prep, but Willa has no intention of fitting in at Pembroke. She’s not staying long, she decides. Not at this school—and not on this planet.
But when she meets peculiar, glittering Remy Taft, the richest, most mysterious girl on campus, she starts to see a foothold in this foreign world—a place where she could maybe, possibly, sort of fit in. When Willa looks at Remy, she sees a girl who has everything. But for Remy, having everything comes at a price. And as she spirals out of control, Willa can feel Remy spinning right out of her grasp.

Ich wusste nicht wirklich, was ich von dem Buch zu erwarten hatte. Kennt ihr das? Ihr lest den Klappentext und denkt: worum genau soll es da jetzt gehen? So war das hier auch. Eine Weile dachte ich, es geht um Willas Familie. Dann, dass das Buch eine LGBT Wende nimmt. Am Ende war die Story aber doch ganz anders, als ich mir erhofft hatte - nicht schlecht, aber auch nicht wirklich überzeugend. Anatomy Of A Misfit war damals ein mega Glücksgriff für mich, weil ich das Buch der Autorin klasse fand! Da stand fest, dass ich The Fall Of Butterflies auch lesen möchte. Das habe ich bekommen: eine Story über ein junges Mädchen, das seit dem Tod ihrer Mutter nicht mehr weiß, wo ihr Platz in der Welt ist. Eine Story über ein Mädchen, das neu an eine Schule kommt und eine gefährliche Freundin macht, denn Remy ist gerade dabei in einem Sumpf aus Desinteresse, Depressionen und auch Drogen zu versinken - ihr Image ist mehr Schein als Sein. So ist das Buch an vielen Ecken düsterer gewesen, als gedacht und es sind auch einige Szenen involviert, wo die Protagonistin unter dem Druck ihrer neuen Freundschaft "herum experimentiert".
Was ich sehr stark an dem Roman fand: er vermittelt auf eine sehr realistische Art und Weise, wie eine falsche Freundschaft einen zu Boden zwingen kann. Aber auch, wie abhängig man manchmal von anderen Menschen wird und das man dann die Notbremse ziehen sollte. Man kann das Buch sehr gut in zwei Parts unterteilen. Den Fun-Part, der von Humor nur so erfüllt ist und Willa von ihrer besten, sarkastischen Seite zeigt. Wie sie sich einlebt, mit ihrem neuen Leben an der Schule klar kommt und Sachen erlebt. Den No-Fun-Part, in dem Willa Remy in dunkle Abgründe folgt, merkwürdige Liebesgeschichte inklusive.
Nach wie vor weiß ich nicht ganz, was ich vom Buch halten soll. Es hat mir auf verschiedenen Ebenen sehr gut gefallen und auch Willa mochte ich, allerdings schlich die Handlung oft ohne roten Faden vor sich hin und die ganze Sache mit Remy hätte etwas besser thematisiert sein müssen. Das Buch liest sich wie die Gefühls-Achterbahn, die Willa erlebt, was mich wohl auch bis zum Ende an die Seiten gefesselt hat. Letzten Endes war es aber leider so, dass man hier nur ein Durchschnittsbuch bekommt, das nur zu 50% unterhält. Die anderen 50% waren mir zu bizarr und auch etwas Drogen verherrlichend.



Genre: YA Contemporary
Format: Hardcover/15,70€
Seitenanzahl: 528
Sprache: englisch


Langweilige und zähe Geschichte über einen Sommer, der vieles verändert. 

Andie has a plan. And she always sticks to her plan. Future? A top-tier medical school. Dad? Avoid him as much as possible (which isn’t that hard considering he’s a Congressman and he’s never around). Friends? Palmer, Bri, and Toby—pretty much the most awesome people on the planet, who needs anyone else? Relationships? No one’s worth more than three weeks. So it’s no surprise that Andie’s got her summer all planned out too. 

Until a political scandal costs Andie her summer pre-med internship, and lands both she and Dad back in the same house together for the first time in years. Suddenly she’s doing things that aren’t Andie at all—working as a dog walker, doing an epic scavenger hunt with her dad, and maybe, just maybe, letting the super cute Clark get closer than she expected. Palmer, Bri, and Toby tell her to embrace all the chaos, but can she really let go of her control?

Auf das neue Morgan Matson Buch habe ich mich schon sehr lange gefreut. Besonders ihr letztes Werk Since you´ve been gone hat mir wahnsinnig gut gefallen und ich hatte gehofft, dass The Unexpected Everything dies noch mal toppen könnte. Leider war ich sehr von dem Buch enttäuscht. Das Seltsame ist, ich kann nicht mal vollen Herzens behaupten, dass es wirklich schlecht ist oder so. Es hat nur mir einfach nicht gefallen, denn die knapp 530 Seiten waren mir zu viel. Zu viel Gerede, zu viel Nichtigkeiten, zu viel Nebenstory. Morgan Matson ist ja nicht bekannt dafür kurze, süße Geschichten zu schreiben, sondern welche mit Tiefgang und viel Freundschaft, aber mich konnte dieses Buch einfach nicht packen.

Andi war für mich eine absolute Durchschnitts-Protagonistin. Ich habe nichts "Besonderes" an ihr gefunden und fand sie leider auch recht langweilig. Sie stützt sich viel auf ihren Vater und seinen Job als Senator und am Anfang weiß man eigentlich so gut wie nichts über Andi. Später lernt man etwas mehr durch ihre Freund über sie kennen. Fragen wie: was sind ihre Hobbys, was macht Andi gerne neben der Schule usw könnte ich nicht beantworten. Die Nebenfiguren war teils auch sehr blass, mit den stereotypischen Konflikten. Hier ein Beispiel: die eine Freundin betrügt die andere mit deren Ex-Freund, Neid aufgrund von Geld, Bevorzugung etc. Das fand ich doch alles sehr enttäuschend. Im Verlauf der Geschichte gibt es zudem sehr viele Chats mit Emoticon zwischen der Gruppe an Freunden - die mir persönlich schon zu groß war (es viel mir schwer aufgrund mangelnder Persönlichkeiten die Figuren zu unterscheiden) und diese Unterhaltungen fand ich wahnsinnig doof. Klar, ein Chat hin und wieder okay, aber Gefühle über Emoticons statt Dialoge zu übertragen fand ich doof und nicht lustig. 

Die Liebesgeschichte war auch so eine Sache. Sie war SO LANGSAM. Wie einfach alles in dem Buch. Ich mag es wirklich, wenn Autoren sich Zeit lassen, Beziehungen zu entwickeln und die Figuren sich über einen großen Zeitraum einander annähern, aber das hier war so...ich bin fast eingeschlafen -_-  Die Gespräche zwischen Andi und Clark fand ich uninteressant, die beiden hatten in meinen Augen keine Gemeinsamkeiten und auch keine Chemie. Im Grunde sind sie nur durch einen Zufall noch mal aufeinander getroffen und es hat sich dann etwas entwickelt. Ich wusste auch oft auch gar nicht - was ist die Kernaussage des Buches? Im Klappentext wird einem z.B. eine Schnitzeljagd versprochen, aber man muss fast 300 Seiten lesen, ehe diese kommt und dann ist sie auch schon sau schnell vorbei. Das fand ich echt kacke. Allgemein passiert in dem Buch zu wenig, was diese Seitenanzahl rechtfertigt. Es wird gegrübelt und gechattet, aber gehandelt eher weniger. Im Gesamtbild fand ich die Richtung, in die alles lief, schon gut und es war auch nicht so, als hätte ich das Buch gehasst, aber mir war langweilig. Furchtbar und unsagbar langweilig und deshalb würde ich das Buch auch nicht empfehlen. 


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