Samstag, 24. September 2016

[BUCHREZENSION] Summer Girls, Band 1: Matilda und die Sommersonneninsel



Sommer am Meer, Surfen und die erste Liebe: Matilda, Emmy, Johanna und Merit leben auf der Insel. Sie sind die „Summer Girls“ und treffen sich meist bei Matilda, deren Vater eine Windsurfschule betreibt. Es ist Ferienbeginn, zahlreiche Anmeldungen flattern der Surfschule ins Haus. Es ist der erste Sommer, in dem die Mädchen auch die Jungs im Auge haben ...

► Deutsche Originalausgabe ► Autor/in: Martina Sahler & Heiko Wolz ► Genre: Kinderbuch; Contemporary ► Summer Girls, Band 1 ► Verlag: Carlsen ► Seiten: 256 ► Gebundene Ausgabe, ohne Schutzumschlag - 9,99€  ► Kaufen: bei Amazon /beim Verlag



An Summer Girls bin ich ganz ohne Erwartungen herangetreten und wurde vielleicht auch deshalb echt positiv überrascht. Bei dem Titel und Cover erwartet man eine leichte Sommergeschichte für junge Mädchen, mit Themen wie Freundschaft und erste Liebe und genau das bekommt man hier. Und vor allem – das muss ich einfach erwähnen – ist die Geschichte auch ganz wundervoll altersgerecht umgesetzt! Ich finde, von den Beschreibungen, bis zu den Figuren und Gefühlen wurde wirklich alles sehr schön in Szene gesetzt und ich würde dieses Buch bedenkenlos Mädchen ab 10 Jahren zum Lesen geben. Hier stehen echte Werte im Vordergrund und das hat mir sehr gut gefallen.

Die Protagonistin ist Matilda. Sie ist gerade mal vierzehn und arbeitet zusammen mit dem Rest ihrer Familie in der Windsurfschule ihres Vaters auf einer Sommersonneninsel (wenn wir mal nach dem Titel gehen). Das Leben dort ist wunderschön, aber für Matilda und ihre Cousinen auch harte Arbeit. Matilda hilft jeden Tag aus und gibt ihr Bestes, denn sie möchte eines Tages selber Surfkurse für ältere Schüler geben. Momentan betreut sie noch die „Minis“ (also jüngere Kids). Matilda hat es zudem nicht ganz leicht, denn der Tod ihrer Mutter, ihre fiese Cousine und ein süßer Junge machen ihr zu schaffen. Dies ist der erste Band einer Reihe und ich nehme mal an, dass die Folgebände jeweils eine Geschichte eines „Summer Girls“ erzählen wird. Die Summer Girls sind Matilda und ihre beste Freundinnen, die alle ganz unterschiedliche Charaktere sind. Ein wenig hat mich das Konzept an „Eine für vier“ erinnert und das fand ich wirklich niedlich. Wer liest nicht gerne Bücher über Mädchenfreundschaften, wo Zusammenhalt im Fokus steht? Ganz toll ist nämlich, dass hier Familie und Freunde fast eine größere Rolle spielen, als die eigentliche Liebesgeschichte. Leider ist das ja viel zu selten der Fall.

Ich muss allerdings gestehen, dass ich keinen so glücklichen Einstieg in die Geschichte hatte. Besonders die Beschreibungen der Charaktere hat mich etwas gestört. Es war eine Parade an „XY sieht ach so gut aus“ oder „XY ist ja so süß und cool“ - das bezog sich sowohl auf die Jungs, als auch Matilda selbst und ihre Freundinnen. Es war, als wollten die Autoren uns zuerst mitteilen: Auf dieser Insel sehen alle richtig super aus. Das war nun wirklich … unnötig. Mal abgesehen davon fand ich mich aber schnell in die Geschichte hinein und sie gefiel mir auf Anhieb auch wahnsinnig gut. Man wird direkt in eine kleine Party hineingeworfen und lernt so erst mal alle kennen. Matilda trifft dort gleich auf ihren Love-Interest und die erste Begegnung der beiden war so herrlich normal. Überhaupt ist das Buch normal – das ist absolut positiv gemeint! Hier ist niemand der Überflieger, Fehler werden eingestanden, Probleme durch Gespräche gelöst, Vertrauen gefasst und Familie stärkt einander den Rücken.

Das Buch ist nicht sonderlich lang, daher schreitet die Story recht schnell voran. Trotzdem ist der Plot gut durchdacht, es kommt einem nicht vor, als würde man gehetzt und man wird dabei noch gut unterhalten. Besonders die Sache mit der Windsurfschule gefiel mir! Das war mal was anderes. Die vielen Szenen, in denen es ums Surfen ging oder Matilda mit den Minis ihren Spaß hatte waren richtig cool. Aber auch die zufälligen Aufeinandertreffen mit diesem einem gewissen Jungen fand ich gelungen. Die Dialoge waren niedlich und witzig und es gab genau die richtige Portion Sommerliebe an den richtigen Stellen. Natürlich läuft nicht alles rund und so sorgen kleine Problemchen immer wieder für Stolpersteine, die das Buch etwas aufpeppen.

Die Summer Girls Freundschaft bekommt auch Platz – für meinen Geschmack hätte es ruhig mehr Augenblicke zwischen den Freundinnen geben können, aber man bekommt ein gutes Gefühl für die vier Mädels, auch wenn Luft nach oben war. An sich ist die Geschichte vielleicht nicht DIE neue, originelle Idee auf die alle gewartet haben, dafür aber genau das, was das Cover verspricht: locker-leicht, sommerlich und eben was Schönes für zwischendurch. Das Insel-Feeling war klasse und das Buch hat einfach Spaß gemacht. Außerdem gab es doch 1-2 Stellen, an denen auch etwas Tiefgang ins Spiel kam. Das Ende hat richtig Lust auf mehr gemacht und ich bin gespannt auf Teil zwei!



Matilda und die Sommersonneninsel ist der Auftakt zu einer neuen Mädchenbuchreihe, die hält, was ihre Aufmachung verspricht. Hier bekommt man eine süße und sommerliche Geschichte über Mädchenfreundschaft und erste Liebe, gespickt mit Humor und liebenswerten Figuren. Wer als gerne Contemporary liest und kurzweilige Unterhaltung ohne viel Aufregung lesen möchte, der ist hier genau richtig. Und ich bin mir sicher: Mädchen ab 10. aufwärts werden dieses Buch wirklich gern haben! Ich würde mal sagen Summer Girls ist das ideale Geschenk für Töchter, Nichten oder Enkelinnen :D 


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