Mittwoch, 5. Oktober 2016

[#DNF - ABGEBROCHEN] Thre Dark Crowns


Achtung: Enthält einige Spoiler für den Roman!


#DNF at 50%


Ich habe eine Weile überlegt, ob ich das Buch wirklich abbrechen soll, aber die Gründe, wieso es mir bis zur Hälfte nicht gefiel waren doch so extrem in der Überzahl, dass ich mir sicher bin, es am Ende mit 1-2 Sternen zu bewerten und ganz ehrlich? Da spare ich mir Zeit und Energie lieber jetzt sofort. Von Kendare Blake habe ich bisher drei Bücher gelesen, ihre Anna-Dulogie und Antigoddess. Erstes zähle ich noch immer zu meinen liebsten Büchern und das andere fand ich damals eher durchschnittlich und langweilig. Als dann bekannt wurde, dass Three Dark Crowns bald erscheint, da war ich so interessiert aufgrund des Klappentextes, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Jetzt bin ich mir sicher, dass ich in Zukunft die Finger von den Romanen der Autorin lassen.

Vorweg sollte ich sagen, dass ich nicht der allergrößte YA High Fantasy Fan bin. Es gab bisher eher wenige Reihen/Bücher, die mich packen konnten, denn ich habe das Gefühl die meisten YA Autoren haben kein wirklich originelles Setting oder sympathische Figuren, alles ist nur ein Abklatsch bekannter Adult Fantasy Autoren wie George R.R.Martin oder Patrick Rothfuss Büchern (beide sind übrigens sehr zu empfehlen) und ich langweile mich immer furchtbar, wenn es um öde Prophezeiungen und hotte Helden - Action fehl am Platz.

Hier meine Top 3 Gründe, das Buch abzubrechen:

#1 – Das nicht vorhandene Worldbuilding/Setting
#2 – Platte, stereotypische Figuren
#3 – NICHTS von dem was im Klappentext steht passiert auch!

Hier etwas ausführlicher zusammengefasst:

Die Geschichte spielt in einer … ehm Welt … in der es sozusagen verschiedenen Clans gibt. Diese unterteilen sich in ihre Gaben, darunter Poisoner, Naturalists und Elementals. Jeder dieser „Clans“ lebt an einen anderem Ort und so wechselt der Erzählwinkel immer drei Orte, um jeweils die drei Schwestern vorzustellen. Der Anfang des Buches war gar nicht mal so schlecht. Ich meine, man braucht doch immer etwas Zeit, um mit neuen Charakteren warm zu werden. Die Sache ist aber die – und das war für mich der springende Punkt – es passiert einfach NICHTS. Ich zitiere jetzt mal etwas aus dem Infotext:

But becoming the Queen Crowned isn’t solely a matter of royal birth. Each sister has to fight for it. And it’s not just a game of win or lose…it’s life or death. The night the sisters turn sixteen, the battle begins. The last queen standing gets the crown.“

Aber, das passiert einfach nicht. Stattdessen bekommt jede Schwester eine Geburtstagsparty auf ganz eigene Art und Weise und danach ...öhm, gähnende Langeweile! Wäre es zumindest so gewesen, dass die Charaktere mich fasziniert oder begeistert hätten, aber davon war leider keine Spur. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, bei dem die Figuren so unglaublich ätzend und öde gewesen sind.

Da gäbe es Katharine (Poisoner), welche immer wieder gequält und vergiftet wird, damit ihr Körper immun gegen Gifte etc wird und daher kein leichtes Los hat. Doch statt stark zu sein, eventuell Rache gegen jene zu hegen, die sie quälen, ist sie eine absolute Lusche. Und erst der Moment, als ein hotter Typ sie küsst macht ihr Leben wieder Sinn etc. pp. Blaaaaa. Dann ist da Arsinoe (Naturalist), deren POVs man eigentlich eher „Jules und Joseph wollen sich an die Wäsche“ hätte nennen können. Denn statt mal etwas über die zweite „Queen“ zu erfahren gibt’s da diese ekelhaft kitschige Lovestory zwischen Arsinoes bester Freundin und einem Kerl, der man verbannt wurde und plötzlich wieder da ist. Die dritte im Bunde ist Mirabella, die von allen Figuren wohl noch am meisten Rückgrat hätte, um Königin zu werden. Allerdings hat die immer so komische Erinnerungen an ihre geliebten kleinen Schwestern und ich denke mir auch nur so – was? Weil, wenn die Mädchen ja nicht nach ihrer Geburt getrennt wurden, wieso hassen sie sich denn dann und wollen sich wegen irgendeiner Sage gegenseitig killen? Wo sie eine schöne Kindheit zusammen hatten? Hab ich nicht gerafft. Die liebe Mirabella hat jedenfalls nichts besseres zu tun, als immer irgendwo rumzuhocken und zu ihren Göttern zu beten. Außer später – da gibt’s eine Art Schiffbruch, nachdem sie zufällig auf Joseph trifft und den erst mal besteigt. Ja, richtig gelesen! Ich dachte auch, ich werd nicht mehr, als da mehrmals rumgevögelt wird, um sich warm zu halten. Ich bin mir zwar sicher, dass das seitens Joseph was mit einem fehlgeschlagenen Zauber zu tun hat, aber nöööööö einfach.

Die Figuren sind einfach so platt und nervig, dass ich mich nicht entscheiden kann, was ich bisher ätzender fand: Katharines Gejammer, Arsinoes stumpfsinnige Gedanken oder Mirabellas Egofucker-Momente. Und während das Leben der drei vor sich hin plätschert sieht man einfach nichts von Action, Magie oder sonst was Coolem. Dabei steht ja im Text eindeutig, dass die Mädchen sobald sie 16 werden sich fett batteln sollen, aber ooookay … Spannung gab es hier an keiner Stelle. Klar, es könnte sein, dass ab der 51% Marke auf meinem Kindle plötzlich KABOOM was Großartiges passiert, aber ich bin so gefrustet von der blöden Geschichte und der anhaltenden Langeweile, ohne Infos und Hintergrundgeschichte, dass ich keinen Bock mehr habe. Selbst wenn sich alles um 180° dreht würde das Buch in der Gesamtwertung durchfallen. Die erste Hälfte würde von mir nicht mal 1 Stern kriegen.

1 Kommentar:

  1. Hallo liebe Tanja!

    Gerade hatte ich das Büchlein in deiner Vorschau entdeckt und vermerkt, aber DAMIT hätte ich nun wirklich nicht gerechnet. Einfach schade! Ich kann deine Kritikpunkte gut nachvollziehen und werde es nun wohl auch nicht mehr lesen. :3

    Liebste Grüße
    Nina ♥♥♥

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