Samstag, 12. November 2016

[BOOK-SHOTS] Magnus Chase & The Hammer of Thor, Holding Up The Universe


In meiner neuen Kategorie "Book-Shots" verbinde ich zwei Dinge: Fotos & Mini-Reviews. Ich bin nämlich vor unter die Instagram-er gegangen und seitdem sind doch schon einige Bilder entstanden, von denen ich mir dachte, ich könnte sie für solche Mini-Reviews nutzen :D Irgendwie sieht es doch etwas cooler aus, wenn Posts nicht nur aus Textblöcken bestehen, sondern durch Fotos/Bilder gebrochen werden. Dazu kommt, dass ich aus Zeitmangel auch kaum noch zu "richtigen" Rezensionen komme...naja :-)




MAGNUS CHASE & THE HAMMER OF THOR



Der erste Band der Magnus Chase Reihe hatte mir damals nicht so gut gefallen und kam mir eher wie ein Abklatsch von Percy Jackson vor. Beim Folgeband war das etwas anders, denn der konnte mich weitaus mehr überzeugen. Besonders der Anfang gefiel mir sehr gut. Nach den Ereignissen aus "The Sword of Summer" wirkte Magnus mehr wie ein eigenständiger Charakter, der mir sehr sympathisch war - besonders in Kombination mit seinem sprechenden Schwert Jack. Magnus Verhalten und Gedanken waren für mich dieses Mal auch endlich nachvollziehbar und ich habe angefangen eine Art Beziehung zu ihm aufzubauen. Zwar fand ich ihn hin und wieder immer noch etwas "dümmlich", aber er konnte mich vor allem durch seine Loyalität zu seinen Freunden überzeugen. Außerdem hatte er auch viel mehr Raum, um sich weiterzuentwickeln, als noch zuvor.

Mein wohl größtes Problem - und das ist einfach Geschmackssache - habe ich nach wie vor mit den vielen Nebenfiguren. Ich mag sie einfach nicht. Dabei spreche ich hier nicht von Sam und Alex - die finde ich beide toll, aber im Grunde ...  allen anderen. Normalerweise runden Randcharaktere für mich Riordan Bücher immer perfekt ab, aber in dieser Reihe gehen sie mir einfach auf die Nerven. Vielleicht liegt es daran, dass die Truppe so bunt zusammengewürfelt erscheint, aber ich erkenne einfach nicht die Freundschaft oder Zusammengehörigkeit der einzelnen Personen zueinander. Bei einigen ist die Alterslücke auch einfach zu groß und ich verstehe nicht, wieso sie sich mit einer Bande Kindern abgeben. Der Anteil der Mythologie war in diesem Band durch Loki wieder sehr cool gestaltet und insbesondere das Ende war richtig spannend und mal was anderes.

Alles in allem habe ich mich gut unterhalten gefühlt, aber es gab auch ein paar Längen, die mit den Figuren, mit denen ich einfach nicht warm werden will zusammenhängen. Humor und Action war ganz typisch Rick Riordan auch wieder eine ausgewogene Menge dabei. Mir gefiel dieser Teil der Reihe jedenfalls deutlich besser, als noch der Startschuss.




HOLDING UP THE UNIVERSE


Ich habe zunächst eine Weile überlegt, ob ich Jennifer Nivens neues Buch lesen möchte. Mir hat ihr Debüt damals ganz gut gefallen, aber ich hatte auch einige Probleme damit, besonders aufgrund der Romanze. Dieser Roman konnte mich allerdings auf - fast - ganzer Linie überzeugen und das hat ganz unterschiedliche Gründe. Zum einen mochte ich die Figuren wahnsinnig gerne - und keine Sorge, mehr als die Hälfte des Buches vergeht, ehe sich da überhaupt etwas anbahnt. In erster Linie lernen wir zwei Teenager kennen, die beide völlig verschiedene Hintergründe haben und jeweils mit einigen größeren Konflikten kämpfen. Bei Libby ist das ihr starkes Übergewicht, sowie der Tod ihrer Mutter und bei Jack eine Krankheit, durch die er die Gesichter anderer Menschen - sogar die von Familie & Freunden - nicht mehr unterscheiden bzw. erkennen kann. Die Autorin hat es geschafft uns an schwere Thematiken heranzuführen und dabei sogar noch etwas Humor eingebaut.

So lernen wir Libby und Jack nach und nach besser kennen, denn die wechselnden Perspektiven gewähren Einblicke in diese zwei Leben, die so gar nichts gemeinsam zu haben scheinen. Beide gehen auf dieselbe Schule und dort kreuzen sich schließlich auch später ihre Wege. Mich hat das Buch an einigen Stellen wirklich berührt. Es vermittel die unglaublich schöne Botschaft, dass man sich selber lieben sollte - egal, wer man ist, egal, wie man aussieht oder was man auch durchstehen musste. Dabei ist es auf keinen Fall so, dass Dinge unter den Teppich fallen, sondern gezielt angesprochen werden, z.B. wie es ist wirklich ist übergewichtig zu sein, was dies mit dem eigenen Empfinden und Leben anstellt und wie schwer man es eigentlich als Teenie damit hat. Durch die tiefgründigen Informationen zu den Situationen der Jugendlichen kann man die Gedanken/Handlungen beider sehr gut nachvollziehen. Und wie gesagt, einige Dialoge haben mein Herz berührt.

Und dann ist da natürlich die Liebesgeschichte zwischen Libby und Jack. Sie ist unschön und ehrlich und konnte mich auch gegen Ende überzeugen. Dazu muss ich allerdings auch sagen, dass eben diese Romanze teils ultra-kitschig war und ich der Autorin nur vorwerfen kann, dass ihre Schwäche darin liegt Beziehungen zu schildern - das war schon bei All The Bright Places ein Klischeehaufen mit zu viel Glitzer drauf. Nichtsdestotrotz fand ich das Familie, Freundschaft, Selbstfindung und Mut wundervoll dargestellt wurden. 

Für mich persönlich ein toller Roman, abseits des üblichen Contemporary.


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