Sonntag, 22. Januar 2017

[Gelesen & Kommentiert] Mini Reviews #Januar2017



Wil glaubt daran, dass Sterne einem alles Mögliche weissagen können, deshalb ist sie auch Feuer & Flamme, als ihr Horoskop ihr sagt, sie habe 22 Tage um die große Liebe zu finden. Am Anfang gefiel mir das Buch wirklich sehr gut! Ich fand die Idee sehr süß und da ich selber ein Fan von Sternen & Co war ich gespannt, was die Autorin sich einfallen lassen würde. Die ersten Kapitel waren süß und witzig! Wil beobachtet auf einem Wasserturm die Sterne und wird dann von einem Jungen in ihrem Alter gefunden, der glaubt sie wolle Selbstmord begehen. Klingt recht ernst, war aber eine verzwickt-charmante Kennenlern-Situation! Doch so vielversprechend das Buch auch ein Weilchen war, umso mehr ging es mir später auf die Nerven. Die Autorin schreibt zwar flüssig und auch der Humor bleibt konstant unterhaltsam, aber WIESO musste es eine Dreier-Geschichte mit zwei Brüdern werden? Und die ist genauso wie sie jetzt klingt! 

Wil lernt den einen kennen, aber der andere soll laut Sternenbild ihr Traummann sein und so bandelt die Gute gleich mal mit beiden an. Zwar wird nicht fremd-geknutscht oder so etwas, allerdings drucksen die Figuren enorm um ihre Gefühle drumherum und es kommt wie es kommen muss - durch die pausenlose Geheimhaltung wird am Ende jemand verletzt! Außerdem fand ich sämtliche Hintergrunde des Buches auch so was von öde: Wil hat keine Eltern mehr, lebt bei ihre Oma, findet sich selber hässlich, ist aber total hübsch, hat ne durchgeknallte beste Freundin, die durch die Gegend flirtet usw. Hätte echt nicht sein müssen. Da das Buch aber wirklich alles andere als schlecht war, hab ich es ganz gern gelesen, doch in meinen Augen ist es wieder eine "typische YA Contemporary" Story. Kann man für zwischendurch lesen, muss man aber echt nicht - sehr schade! 




Von Kim Nina Ocker habe ich bisher noch kein Buch gelesen, da mich ihre neuste Contemporary Geschichte aber absolut angesprochen hat, habe ich sie kurzerhand verschlungen. Hier stimmt alles, was der Klappentext verspricht: Eine schöne Geschichte über das Mutig-sein, Liebe, Freundschaft und einen unvergesslichen Bucket-Listen-Road-Trip - all das bekommt man! Ich finde, die Autorin hat einen echt tollen Schreibstil, der locker-leicht mit sehr humorvoller Note die Geschichte auf so eine schöne Art und Weise erzählt, dass man das Buch schwer aus der Hand legen kann. Protagonistin Harlow war mir sehr sympathisch und ich habe mich teils in ihr wiedergefunden. Die Autorin hat eine liebenswerte Figur erschaffen, mit der man sich super identifizieren kann! Außerdem macht das Buch extreme Lust aufs Reisen, da Orte wie z.B. Seattle oder San Francisco authentisch beschrieben wurden und es kleine Details waren, in die ich mich beim Lesen verliebt habe! Und wo wir schon bei Liebe sind: Der Love-Interest des Buches war auch eine Nummer für sich - ganz im positiven Sinne. Er ist zwar komplett anders als Harlow und macht sein eigenes Ding, aber ich fand die Chemie zwischen beiden unbestreitbar perfekt. 

Das Buch bekommt hin und wieder aber auch eine ernstere Note, da es viel um die Frage geht, was aus Harlows Großmutter Eliza wird. Kann Harlow die Liste zu Ende bringen und wird Eliza das noch miterleben? Die Konflikte im Roman beschäftigten sich viel mit dem Loslassen eines geliebten Menschen, aber auch mit Gedanken an die Zukunft, die unaufhaltsam auf uns alle zukommt. Ein bisschen mutiger sein! Das sollten wir alle versuchen, nicht nur leben, sondern LEBEN und erst recht nichts bereuen. Und obwohl das Buch an einigen Stellen etwas sehr Stereotypisches hatte, mochte ich es sehr!




Puh, ich weiß gar nicht recht, was ich von dem Buch erwartet habe. Vielleicht ein schönes Märchen, mit Liebesgeschichte? Könnte sein, dass meine Erwartungen da nicht mal so falsch waren, denn es gibt definitiv Elemente von beiden Dingen in Entwined. Ich glaube, der Grund, warum das Buch nicht gerade die allerbesten Bewertungen hat ist, dass die Autorin sich irgendwie in ihren Beschreibungen und Gebilden verrannt hat. Erstmal spielt das Buch so circa 100 Seiten lang zu einer Zeit, in der die Mutter der 12 Prinzessinnen noch am Leben ist und man erfährt etwas über das Leben im Königshaus, was milde gesagt echt langweilig war. Azalea und ihre Schwestern blieben absolut blasse Abziehbilder ihrer Selbst, denn keine der Prinzessinnen hatte eine Persönlichkeit, die heraus gestochen ist. Allgemein ging es mir da mit fast allen Figuren so. Sie waren einfach ... da. Aber bloße Existenz reicht eben nicht aus, damit man als Leser Sympathie aufbringen kann. Also habe ich mich ein wenig leer gefühlt. Ich mochte die Charaktere nicht, fand sie aber auch nicht doof.

Der Schreibstil reißt da schon eine Menge heraus, denn er ist absolut zauberhaft! Die Autorin kann schön schreiben und dadurch kommt auch eine angenehme Atmosphäre auf. Je länger man allerdings liest, umso mehr nimmt diese ab. Vielleicht, weil das Buch sonst kaum etwas zu bieten hat. Es gibt einen Hauptplot, der sich darum dreht, dass die 12 Prinzessinnen nach dem Tod ihrer Mutter nicht mehr tanzen dürfen, weil sie in Trauer leben sollen und sie in einem magischen Raum/Ort, welcher vom "Keeper" bewacht wird heimlich ihrer Leidenschaft nachgehen. Doch der "Keeper" führt etwas im Schilde ... das Finale lässt ewig auf sich warten, war dafür aber echt spannend und hat mich richtig gefesselt! Doch bis man mal an diesen Punkt kommt, quält man sich eher durch nachgemachte Jane Austen Sitten und kleine Andeutungen zu Liebesgeschichten, als das man Spaß hat. 




Nina MacKay ist eine wirklich sympathische, junge Autorin und ich habe mich riesig darauf gefreut, ihr Buch zu lesen. Ein wenig war ich schon "vorbelastet", weil so ziemlich alle meine Freunde die Geschichte rund um Banshee Alana nicht so gerne mochten. Vielleicht habe ich mich vorab tatsächlich etwas beeinflussen lassen, aber ich komme nicht umhin vielen der Kritikpunkte an den Roman zuzustimmen. Erstmal das Gute: Die Autorin hat einen sehr flüssigen Schreibstil, der einen schnell durch die vielen Seiten bringt. Man fliegt durch die Kapitel und der Humor ist auch nicht von schlechten Eltern. Das Buch hatte etwas sehr Humorvolles, Freches an sich, das mich wohl auch dazu gebracht hat, es zu Ende zu lesen. Die Idee mit der Banshee fand ich super cool! Ich persönlich habe bisher kaum etwas über diese magische Kreatur gelesen und deshalb rechne ich der Autorin Punkte für "originelle Einfälle" an, denn neben Alana gibt es noch einige interessante Wesen, von denen ich in dieser Form noch nicht gehört habe. Das Buch hat teils auch Spannung, denn die Frage nach dem Mörder der magischen Wesen ist sehr präsent.

Ansonsten ... bin ich mir sehr unsicher, wie ich den Rest so finde. Alana war mir leider nicht sehr sympathisch. Sie ist sehr egoistisch, zeigt wenig Mitgefühl für andere und ist ein wenig, nennen wir es mal "Tussi", mit ihrem Faibel für Schuhe und Make-Up, dass ihr oftmals wichtiger ist, als alles andere. Ich hatte nicht das Gefühl, viel über sie zu wissen, außer der Sache mit ihrer Mutter und ihrem besten Freund. Man lernt sie einfach nicht kennen. Ebenso wenig die anderen Figuren. Sie bleiben blass und oberflächlich. Die Handlung verwendet bekannte Elemente, mit einer Prise Mystery und hatte Potenzial. Doch leider macht das Wenigste einen Sinn und besonders das Ende war wirklich merkwürdig. Die Probleme lösen sich praktisch durchs Nichtstun unserer Protagonistin auf. Bei mir wollte einfach kein Gefühl für die Geschichte aufkommen. 




Eine Prinzessin vom Mond, Sternenmagie und Seelenpartner in Form von Tieren? Toll! Mit "Mondprinzessin" hat Ava Reed vielleicht nicht das Rad neu erfunden, wie man so schön sagt, dafür aber eine schöne Fantasygeschichte geschrieben, die gut unterhält. Vorweg sollte gesagt sein, dass das Buch recht kurz ist und das Ende ziemlich mutig. Wer sich eine Liebesgeschichte mit Happy End erwartet, wird wohl eher enttäuscht werden. Ich bin völlig unvoreingenommen an das Buch herangegangen und vielleicht mochte ich es deshalb auch so gern. Was mir besonders gut gefallen hat, waren die vielen sehr ergreifenden und schönen Zitate bzw. ein wenig das Motto des Buches: Sei mutig, sei stark und lass dir niemals von anderen erzählen, du seist weniger wert als andere! Beim Lesen sind viele tolle Werte in die Geschichte mit eingeflossen und das hat mich teils echt berührt. 

Lynn ist eine sympathische Figur gewesen, die nicht sofort mit allem klar kommt oder alles kann, sondern eher ein normales Mädchen, mit einem großen Schicksal ist. Auch der Love-Interest Juri gefiel mir und ich fand die Liebesgeschichten zwischen beiden sehr süß, wenn sie auch recht oberflächlich gehalten wurde, das kann man nicht leugnen. Dennoch war es keine Insta-Love und ich verstehe, was die beiden ineinander gesehen haben. Auch die übrigens Figuren, aber besonders die "Schutzgeister" der Hauptcharaktere waren große Klasse! Man hat echt gespürt, dass die Autorin sich bemüht hat viel Herz und Charme ins Buch zu stecken. Die Ideen im Buch sind teils neu, teils alt, aber das Setting (der Mond) und die Sache mit den Planeten/Gaben konnten bei mir punkten. Es gab zwar auch ein paar Dinge, die ich nicht so mochte, wie z.B. dieses Prinzen-Zeugs, aber besonders das Ende konnte mich überzeugen. Ich war da echt auf dem Holzweg, was den Gegenspieler angeht.


1 Kommentar:

  1. Okay, ich würde nicht sagen, dass ich jetzt plötzlich vor Lust, Entwined zu lesen, überschäume, aber vielleicht erlöse ich es ja trotzdem bald mal vom SuB. Eigentlich hatte ich aber auch gar nicht erwartet, dass es dich vom Hocker reißt, sonst hätte man vermutlich schon mal irgendwas darüber gehört und es hätte nicht jeder nur als Deko im Regal stehen :D

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