Sonntag, 26. Februar 2017

Februar Neuzugänge #3


Letzte Runde für diesen Monat, woop, woop! :D


Gut, dass ich bei Tauschticket noch einige Tickets übrig hatte, weil es dort momentan ein paar Bücher gibt, die mich brennend interessieren. Ein Großteil meiner neuen Bücher ist dort ergattert worden :D Also ein Hoch auf Tauschticket. Wer übrigens ein Tutorial braucht, kann sich dieses tolle Video *HIER* von der lieben Amelie anschauen - hilfreich!


Hallo Leben, hörst du mich? ist einer der Spitzentitel des Jahres von Random House. Ich hatte das Glück ein Leseexemplar zu erhalten und freue mich sehr auf das Lesen. Neugierig geworden bin ich besonders durch den Vergleich zu "Das Blubbern von Glück", was ich damals wundervoll fand. Im Buch geht es um einen zwölfjährigen Jungen und einen großen Traum.

Taintless ist ebenfalls ein Buch, das mir zur Rezension von der Autorin zur Verfügung gestellt wurde. Die Leseprobe hat mich richtig gepackt und ich bin gespannt, was diese Dystopie zu bieten hat. Mir kommt es wie eine Ewigkeit vor, das ich eine gelesen habe. 


Liebe ist wie Drachensteigen und Überlieben in 10 Schritten aus dem Magellan Verlag habe ich von Tauschticket. Die Bücher sind aus dem neuen Programm, weshalb ich sie mir sofort schnappen musste, als ich sie gefunden habe. Ich lese die Romane vom Wal immer sehr gerne und hoffe, dass sie mich nicht enttäuschen werden. Zwei Liebesgeschichten, die beide sehr unterschiedlich klingen.


Traumprinz nach Rezept ist schon vor einer Weile erschienen, aber das süße Cover und die Idee (Hexenmädchen backt sich Traumprinz) klang so niedlich, dass ich mich riesig auf die Geschichte freue! Das wird sicher super spaßig und steht weit oben auf meiner to-read-Liste.

Welche Bücher durften diesen Monat bei euch alles einziehen? :) 

Freitag, 24. Februar 2017

[BUCHREZENSION] Pusteblumentage



Livs Mutter beginnt plötzlich, ihr die wichtigen Dinge des Lebens näherzubringen. Deshalb muss Liv jetzt - ob sie will oder nicht – den ersten BH kaufen (obwohl sie noch keinen braucht),  lernen, wie man Spaghetti Bolognese kocht (obwohl ihre Mutter nicht kochen kann), ein Schminktutorial mit ihrer Mum absolvieren (obwohl sie sich erst mit 16 richtig schminken darf) . Doch als ihre Mutter Liv sogar erlaubt, sich endlich Ohrringe stechen zu lassen, weiß sie, dass irgendetwas nicht stimmt. Bisher war ihre Mutter strikt dagegen. Außerdem ist sie nun immer öfter erschöpft und schläft viel. Liv spürt, dass sie ihr etwas verheimlicht, etwas, was ihr Leben für immer verändern wird …

► Originaltitel: Dandelion Clocks  Übersetzerin: Barbara Lehnerer 
► Autor/in: Rebecca Westcott   Genre: Kinderbuch, Contemporary
►Einzelband ► Verlag: dtv Junior ► Seiten: 208 ► Gebunden, mit
Schutzumschlag - 13,95€ ► Kaufen: bei Amazon /beim Verlag



Pusteblumentage erzählt die Geschichte von Liv und ihrer großen Reise durchs Leben. Wir lernen sie dreizehn Wochen vor dem Tod ihrer Mutter kennen und sehen, was sechs Monate danach passiert. Das Buch ist nicht in normale Kapitel aufgeteilt, sondern zeigt immer wieder kleine Abschnitte aus dem Leben unserer jungen Protagonistin. So ist der Einstieg in das Buch bereits sehr mitnehmend, erfährt man gleich, dass Liv einen geliebten Menschen verloren hat und nun vor einem Scherbenhaufen sitzt. Doch wie kam es dazu? Und war war Livs Mutter für ein Mensch? Das sind nur zwei der Fragen, die im Verlauf der Geschichte beantwortet werden. Wir erleben Liv hautnah: Ihre Leidenschaft fürs Fotografieren, ihren Bruder, der Asperger hat, die Regeln ihrer Familie und die doofe Schule. Das Buch erscheint wie eine Ansammlung einzelner Momente. Schöner Momente, trauriger Momente, witziger Momente und Momente, die einfach ans Herz gehen.

Ich lese immer recht viele Kinder - und Jugendbücher, aber an diesem hier war etwas Besonderes, das sich gar nicht festmachen lässt. Vielleicht ist es die Art und Weise, wie die Autorin ihre Geschichte erzählt oder diese Szenen, in denen man angeregt wird selber über sich und das Leben nachzudenken, darüber wie vergänglich jeder Mensch auf der Welt ist ... aber es gab etwas - dieses gewisse ETWAS - das beim Lesen einen Teil von mir wirklich berührt hat. Insbesondere das Ende hat mich mit so viel Gefühl überrumpelt, dass ich erstmal tief durchatmen musste. Liv lernt nämlich eine wichtige Botschaft: Leben bedeutet nicht am Leben zu sein. Und sind wir es nicht allen Menschen, die viel zu früh von dieser Welt gehen mussten schuldig, jede Minute auszukosten, so lange sie uns gehören?

Obwohl Liv sehr jung ist und das Buch eher für Kinder gedacht, fand ich es unheimlich schön und bin auch davon überzeugt, dass jeder etwas daraus lernen oder mitnehmen kann. Die Handlung startet chaotisch: Wir lernen Liv und ihre Familie kennen. Es ist nicht alles in Butter. Liv will mehr Freiheiten, weniger Verantwortung für ihren Bruder und raus, um jeden Augenblick durch ihre Kamera festhalten zu können. Sie rebelliert und sie ist frustriert, wie das bei einem Teenie nun einmal so ist. Ich glaube, viele junge Mädchen werden sich bestens mit ihr identifizieren können - aber auch ältere Leser erkennen sicher ein wenig ihres jüngeren Ichs in Liv und ihrer Einstellung wieder. Bei mir war das so.

Die Grundthematik ist zwar eine sehr emotionale, allerdings ist nicht alles nur grau und traurig. Es gab viel Wortwitz und Humor, der sich vor allem in Livs Gedanken wiederspiegelt. Sie schlägt sich eben mit jeder Menge Mumm durch den Alltag. Interessant war auch, dass ihr Bruder unter Asperger leidet und ich finde die Autorin hat hier noch mal ein anderes Fass aufgemacht, in dem sie zeigt wie wichtig familiärer Zusammenhalt ist.

Nicht jedes Kapitel konnte mich überzeugen und ansprechen. Meistens war das Buch sehr unterhaltsam, manchmal jedoch auch etwas monoton. Doch im Großen und Ganzen fliegt man schnell durch die Seiten und hat seinen Spaß damit. Bis alles kippt und der Kernpunkt sich herauskristallisiert: Livs Mutter ist krank und wird bald sterben. Eine schlimme Vorstellung. Mit Gefühl und Verstand wird über Trauer und Angst gesprochen - Rebecca Westcott hat wirklich einen guten Job geleistet die unterschiedlichen Seiten eines solchen Schicksal zu durchleuchten, was es für die Kinder und den Vater/Ehemann bedeutet.

Je weiter man liest, umso mitgenommener wird man. Doch das Ende gibt einem ein wenig die Hoffnung mit auf den Weg, dass was auch immer geschieht, geliebte Menschen in unseren Erinnerungen weiterleben. Das fand ich einen sehr schönen Gedanken. 


Pusteblumentage ist ein Buch, das eine ernste Thematik in eine schöne und lebendige Geschichte verpackt. Mit viel Herz und Gefühl ist die Geschichte von Liv und ihrer Familie auf eine einzigartige Weise geschrieben und gibt dem Leser am Ende eine wichtige Botschaft mit auf dem Weg. Aufgrund der interessanten Aufteilung der Kapitel lässt sich das Buch schwer weglegen und trotz der traurigen Stimmung, die aufkommt, gibt es auch eine Portion Witz und Charme, die altersgerecht verpackt wurde. Klare Empfehlung!



[BUCHREZENSION] Zimt & zurück



Seit Vicky in Parallelwelten springen kann, ist ihr Leben ganz schön kompliziert geworden. Trotzdem schwebt Vicky auf Wolke Sieben, denn sie ist seit kurzem mit Konstantin zusammen, dem coolsten Jungen der ganzen Schule. Aber wie verhält man sich eigentlich, wenn man einen Freund hat? Vielleicht ist so eine Parallel-Ich sogar ganz praktisch – damit kann sie nämlich in der Parallelwelt »üben«, ein bisschen weniger schüchtern zu sein! Aber Vicky hat die Rechnung ohne das Schicksal gemacht. Denn das hält für sie eine ganz schön große Überraschung bereit, als sie aus ihrer ganz persönlichen »Test-Umgebung« zurückkehrt ...

► Deutsche Originalausgabe ► Autor/in: Dagmar Bach  Genre: Jugendbuch; Fantasy  
► Zimt-Trilogie, Band #2 ► Verlag: KJB► Seiten: 368 ► Gebunden, mit 
durchsichtigem Schutzumschlag - 16,99€ ► Kaufen: bei Amazon /beim Verlag

Bildquelle: Fischer Verlag 

Besonderes Extra: Durchsichtiger Umschlag mit "Zimt und zurück" Effekt! 



Hach, was habe ich mich auf den zweiten Band dieser Reihe gefreut! Nach langer Zeit gibt es mal wieder eine zuckersüße - und zimtige - Reihe, die im Stil von Kerstin Gier zum Lachen und Träumen einlädt. Die Autorin hat mich in der Fortsetzung nicht enttäuscht. Schon der erste Teil war sehr humorvoll und hatte einen wunderbar chaotisch-witzigen Einstieg. Hier ist das nicht anders. Bereits auf den ersten Seiten habe ich amüsiert gelacht, als eine neue Figur es Vicky und ihrer Mutter im B&B der Kings nicht sehr leicht macht. Durch das locker-leichte Szenario bin ich sofort wieder in der Story drin gewesen. 

Vicky hat immer noch das Problem, dass der Zimtgeruch sie in parallele Welten trägt und dieses Mal landet sie sogar in einer für sie ganz anderen, was sie gleich zu Beginn vor eine neue Herausforderung stellt. Wer ist die andere Victoria King und kann Vicky vielleicht etwas mehr über ihre Gabe lernen und dem anderen Mädchen sogar helfen? Ich fand die Art und Weise wie Vicky einen Plan aufstellt echt niedlich und musste oftmals kichern. Die große Frage nach dem "Weltenspringen" wird in diesem Band allerdings nicht beantwortet. 

Ich möchte auch nicht sagen, dass mich das groß gestört hat, denn das Buch hat einen äußerst charmanten Wohlfühlfaktor und überschüttet einem beim Lesen förmlich mit glückseligen Momenten. Dennoch, ein klitzekleines bisschen hatte ich mir erhofft, dass wir hier mehr darüber erfahren, wieso ausgerechnet Vicky springt und vielleicht war da sogar der Wunsch nach einem richtigen KABOOM, das mich mit offenem Mund zurücklässt. Vicky springt zwar öfter in diese andere, neue Welt und erfährt mit Hilfe ihrer liebenswerten besten Freundin ein paar neue Infos, aber trotzdem hat mir ein bisschen der rote Faden bei den Sprüngen gefehlt. Ich finde die Idee wirklich fabelhaft, aber ich würde glatt behaupten, dass "Zimt und zurück" mehr Mädchenbuch, als Fantasy-Abenteuer ist - und dem Klappentext nach, hatte ich da wohl fehlgeleitete Erwartungen. 

Mal abgesehen davon war das Buch aber wirklich klasse. Vicky ist eine so tolle und liebe Protagonistin, dass ich sie schon seit Teil eins fest in mein Herz geschlossen habe. Was ich unglaublich gerne an diesem Band mochte war die Liebesgeschichte. Normalerweise enden Bücher ja damit, dass zwei Charaktere zusammenkommen, aber hier geht es weiter. Und Dagmar Bach hat einen wundervollen Job gemacht, diese Beziehung realistisch zu beschreiben - mit all den Ängsten, Sorgen und dem Herzgeflatter, das man als frisch verliebter Teenie eben so spürt. Vicky hat ihre Unsicherheiten, erlebt aber auch das Auf - und Ab einer ersten Liebe und das mitzuerleben hat ein paar Erinnerungen geweckt. Der erste Freund, der erste Kuss, das erste Date - Niedlichkeitsfaktor? Unendlich!!! 

Konstantin ist auch so ein guter "Bookboyfriend", ein normaler, freundlicher Junge, der nicht perfekt ist und nicht schon in seinem Alter irgendwelche Bauchmuskeln und trillionen Freundinnen hatte. Ich finde es super, dass hier mal ein paar ordentliche Grundprinzipien vermittelt werden und jungen Mädchen die Botschaft übermittelt wird, dass es völlig okay ist sich vor einigen Dingen zu fürchten, weil die nämlich jeder durchmacht. Applaus!

Und dann wäre da die herrlich schräge King Familie! Lacher vorprogrammiert. Ob es nun Vickys Mutter ist, die sich in ein Chaos manövriert oder ihre Tante Polly, die meint ihren Traumann durch irgendeine Art Vorsehung aufspüren zu können, man liest sich mit einem Schmunzeln auf den Lippen und einem Wärmefünkchen durchs Buch. Und genau das ist es auch, was die Bücher von Dagmar Bach so schön macht. Eben nicht actionreiche Wenden oder Dramatik, sondern dieser gewisse Charme den der Alltag der Kings einfach hat. 

Außerdem: Vicky und Konstantins beste Freunde und deren Kabbelei! Hurra! Ich liebeeee solche amüsanten Wortgefechte und ich glaube nicht nur, dass sich da etwas anbahnt, nein, das spürt man merklich. Ich bin sehr gespannt, wie das am Ende für die beiden ausgeht. 

Was ich auch sehr mochte ist, dass man mehr über die verschiedenen Figuren erfährt. Man lernt zum Beispiel Vickys Mutter besser kennen oder erhält Einblicke in Konstantins Familie. Das Weltenspringen hat bei mir auch so ein wenig den Gedanken hinterlassen, dass egal in welches Universum man springt, einige Dinge sich immer überschneiden werden - vielleicht sogar vorherbestimmt sind, wer weiß? Das Endes des Buches hielt dann noch eine Überraschung bereit. Aufmerksame Leser werden sicher vor der großen Offenbarung hinter das Geheimnis kommen, aber das macht den Abschluss nicht weniger gut. 


Zimt & zurück ist vielleicht kein großer Fantasy-Epos voller Action und Spannung, dafür wartet die Reihe mit zuckersüßen Liebesgeschichten (ja, Plural!) auf und hat einen zauberhaften Humor, der immer wieder zum Lachen bringt. Die sympathischen Figuren und ihr charmanter Alltag unterhalten auf eine ruhige, herrlich unkomplizierte Art und Weise. Die Reihe ist selber wie eine Zimtschnecke: Man kann einfach nicht die Finger davon lassen!


Freitag, 17. Februar 2017

[BUCHREZENSION] Simsaladschinn – Das Mädchen aus der gelben Tasche



So hat sich Flaschengeistmädchen Diamandarazade, genannt Amanda, ihren 77-wöchigen „Menschenlehrdienst“ nun wirklich nicht vorgestellt! Statt die Zeit bequem und unentdeckt in einer alten, hässlichen, gelben Tasche abzusitzen, landet sie ausgerechnet in den Diensten von Oberlangweiler Jonas. Um ihren entführten Lehrmeister Muffid zu retten, schlägt Amanda Jonas einen Deal vor: Für jeden erfüllten Wunsch verlangt sie einen Gegenwunsch von ihm! Blöd nur, dass Amanda durch ein Versehen all ihre Magie verliert und Jonas ein richtiger Angsthase ist. Denn die Zeit läuft ihnen langsam davon …

► Deutsche Originalausgabe ► Autor/in: Corinna Wieja  Genre: Kinderbuch, Mädchenbuch  ► Simsaladschinn #1 ► Verlag: Magellan ► Seiten: 208
► Gebunden, mit Spotlack - 14€ ► Kaufen: bei Amazon /beim Verlag



Als ich Simsaladschinn damals in der Vorschau des Magellan Verlag gesehen habe wusste ich schon, dass ich das Buch unbedingt lesen möchte. Da war zum einen das hübsch gestaltete Cover, das ich wirklich toll finde und zum anderen die ansprechende Idee. Ich für meinen Teil habe bisher noch kein Buch gelesen, in dem es um Dschinn geht und war sehr neugierig, was es hier mit der gelben Tasche auf sich hat. Die Autorin hat für dieses Kinderbuch Witz mit Freundschaft und einer kleinen Spannungskurve vereint. Kurz gesagt: Das Lesen macht mega viel Spaß! Außerdem ist dieses Kinderbuch bestens für die Zielgruppe von Kindern zwischen 9 und 11 Jahren und auch ältere Leser/innen werden ganz sicher nicht enttäuscht sein. Das Schöne ist nämlich, dass neben der Protagonistin - dem Dschinnmädchen Amanda - auch ein Junge eine große Rolle spielt. Man sollte sich also nicht von dem zuckersüßem Cover ablenken lassen - hier können alle mitlesen! Tatsächlich kann ich mir dieses Buch auch als Familienfilm vorstellen :D

In der Geschichte geht es um Diamandarazade, die von allen aber nur Amanda genannt wird, verständlich bei so einem Zungenbrecher! Wie das bei den Dschinn so ist muss Amanda, die nebenbei bemerkt noch die Tochter vom Herrscher der Dschinn ist, in die Menschenwelt, um ihren "Menschendienst" abzuarbeiten. Das bedeutet 77 Wochen Wünsche erfüllen und vorher einen Meister suchen. Doch, weil Amanda die Tradition nicht in den Kram passt, sucht sie sich absichtlich eine gelbe Tasche als Gefäß für ihren Aufenthalt in der Menschenwelt aus - an so etwas rubbelt doch keiner, denkt sie. Doch als einer ihrer Dschinn Freunde in der Klemme steckt, muss Amanda ausgerechnet mit einem Menschen zusammenarbeiten, damit ein böser Plan vereitelt werden kann. 

Am Anfang wechselt das Buch zwischen Amandas Erlebnissen und denen von Jonas. Diese beiden könnten gar nicht unterschiedlicher sein. Amanda ist von sich überzeugt, mutig und eigen und Jonas ist eben ... Jonas. Nicht besonders selbstbewusst und in seinen eigenen Augen ein echter Loser. Die Autorin beschreibt ihre Figuren gleich zu Beginn so gut, dass man sich ein Bild von ihnen machen kann. Es ist schnell klar, Amanda und Jonas haben kleine Macken, aber auch ihre eigenen Stärken - nur wissen sie nichts davon. Obwohl beide nicht perfekt sind, so waren sie mir sehr sympathisch. Ich bin mir auch sicher, dass viele Kinder sich selber in Amanda oder Jonas wiedererkennen werden, denn die alltäglichen Probleme (z.B. blöde Typen aus der Schule, nervige Geschwister, Versagensängste) sind sicher jedem, der einmal Kind war nur allzu vertraut.

Allem voran steht hier das Thema Freundschaft groß im Vordergrund. Was es bedeutet Freunde zu finden, wie man selber ein guter Freund ist und zum Teil auch, dass Freundschaft eine ganz eigene Magie zu bieten hat. Das mochte ich unheimlich gerne und fand ich schön beschrieben. Man lernt etwas, ohne das man es zuerst realisiert. Eine tolle Botschaft, die wie gemacht für ein solches Kinderbuch ist. Die Autorin hat das ganz wunderbar hinbekommen. Aber auch Familie spielt eine Rolle, so ist Jonas Schwester bei dem Abenteuer ab einem bestimmten Punkt auch dabei. Jonas selbst macht eine Entwicklung durch, für die es ebenfalls Pluspunkte gibt. Manchmal muss man eben für sich selber einstehen und mit Freunden im Rücken den eigenen Mut entdecken.

Mal abgesehen von diesen warmherzigen Elementen im Buch, ist der Unterhaltungsfaktor groß. Die verrückten und magischen Ideen rund um die Dschinn sind fantastisch. Ob es nun die Sache mit der gelben Tasche ist oder andere Regeln, die wir nach und nach kennenlernen, ich fand es verflucht cool (anders kann man das nicht sagen :D) wie unheimlich witzig die vielen Szenen durch die magischen Vorfälle und Wünsche geworden sind! Ich möchte nicht zu viel verraten, aber Amanda hat so einige Eigenarten, die super ulkig sind! Und der Spruch "pass auf, was du dir wünschst, es könnte wahr werden" wird dadurch noch mal eine ganz andere Bedeutung verliehen. 

Schnell wird klar in welche Richtung das Abenteuer geht: Die Rettung von Amandas Lehrer steht an. Doch die Autorin hat sich viel überlegt, um es den Kindern nicht so leicht zu machen. Gegen Ende wird es spannend und das Finale ist zwar sehr gradlinig, aber dennoch gelungen. Für ein Kinderbuch stimmte hier die Mischung aus fesselnden Momenten, ohne, dass zu dick aufgetragen wird und einer Prise Wortwitz. 


Simsaladschinn – Das Mädchen aus der gelben Tasche ist ein tolles Kinderbuch, das mit Wortwitz und einer Prise Magie verzaubert. Die Geschichte um das chaotische Dschinn-Mädchen macht ganz viel Spaß, denn die Figuren sind alle charmant und lustig drauf. Durch den lockeren Schreibstil fliegt man so schnell durch das Buch, dass man meinen könnte, man säße selber auf einem fliegenden Sofa, ehh Teppich! Klare Empfehlung!

Dienstag, 14. Februar 2017

Februar Neuzugänge #2


Dieser Neuzugänge Post ist etwas chaotisch. Ich habe beim Fotografieren einfach mal ein Buch vergessen und dafür eins abgelichtet, was schon beim letzten Post mit drin war xD Ups! Richtig rum stapeln habe ich anscheinend auch verlernt, siehe da: 


Bücher. Amen. 


Caraval habe ich mir bei Tauschticket geschnappt. Es geht darin um einen magischen Zirkus und ein wildes Spiel und zwei Schwestern, welche ihrem Schicksal entkommen wollen. Ich lese das Buch aktuell und ich finde es bisher ziemlich unterhaltsam :) 

Ich wollte nur, dass du noch weißt ... keine Ahnung, wieso ich das Buch nochmal fotografiert habe. Weil ich es so schön fand? Es so toll aussieht? Wie dem auch sei, inzwischen habe ich es rezensiert, wenn ihr also meine Meinung lesen möchtet, könnt ihr das *HIER*


Pusteblumentage habe ich mir beim Verlag angefragt, weil ich die Gestaltung so schön fand und das Buch nach einer zauberhaft-traurig-nachdenklichen Geschichte klingt. Ist ebenfalls angefangen und gefällt mir bisher sehr gut. Ich spüre nur, dass das Ende Taschentücher-Alarm haben wird *schnief*

Greek Gods war noch so ein toller Tauschticket Fang. Wie lange wollte ich das Buch schon haben? EWIG. Allerdings fand ich das Hardcover Format immer etwas zu riesig und den Preis auch zu teuer. Jetzt durfte das Taschenbuch einziehen, da es das Original Cover hat - YAY!


Auch Verlagspost: Simsaladschinn. Das habe ich heute ausgelesen und da ich es die Tage rezensieren werde, verrate ich jetzt mal nichts zum Inhalt, nur so viel - es ist eine zuckersüße und witzige Story rund um ein Dschinnmädchen, voller verrückter Ideen.

Northanger Abbey habe ich mir gekauft, da ich demnächst gerne wieder einen Klassiker lesen möchte und wie ginge das besser als mit Jane Austen? Es gibt einige ihrer Romane, die ich noch nicht kenne und deshalb durfte dieses Buch einziehen und ... 


... Emma auch! Ich störe mich jetzt auch NULL daran, dass die Bücher unterschiedliche Formate und Aufmachungen haben, weil es die Ausgaben sind, die ich persönlich am schönsten fand xD

Montag, 13. Februar 2017

[BUCHREZENSION] Ich wollte nur, dass du noch weißt ...



Die Social Media-Sensation aus den USA! Bisher unveröffentlichte Beiträge des beliebten Tumblr-Blogs Dear My Blank werden in diesem einzigartigen Geschenkbuch vereint. Die liebevollen Illustrationen, das wunderschöne Handlettering und die zutiefst bewegenden Worte machen diese Sammlung zu einem ganz besonderen Jugendbuch, das lange im Gedächtnis bleiben wird.

In ihrem Tumblr-Blog Dear My Blank postet die 16-jährige Emily Trunko anonyme Briefe, Nachrichten und E-Mails der mehr als 35.000 Leser ihres Blogs, die eigentlich nie versendet werden sollten: herzzerreißende Liebesbriefe, zutiefst traurige Abschiedszeilen und auch Worte voller Hoffnung. Diese Texte zeigen, dass wir mit unseren Problemen nicht allein sind, und geben uns den Mut, unseren eigenen Brief vielleicht doch noch zu verschicken.

► Herausgeberin: Emily Trunko ► Illustratorin: Lisa Congdon & typealive ► Übersetzerin: Nadine Mannchen  Genre: Brief-Buch ► Verlag: Loewe ► Seiten: 192 
► Gebunden, mit Lesebändchen - 14,95€ ► Kaufen: bei Amazon /beim Verlag



Nie verschickte Briefe ... und aus denen ist ein Buch entstanden, funktioniert das überhaupt? Das habe ich mich gefragt, als ich das erste Mal von "Ich wollte nur, dass du noch weißt ... " gehört habe. Die Idee entstand vor langer Zeit auf dem Tumblr Account eines jungen Mädchens, Emily Trunko, welche ihre Leser dazu aufforderte ihr nie veröffentlichte Briefe zu schicken. Sie selbst führt ein Buch mit solchen Briefen, die ihr helfen mit persönlichen Erfahrungen umzugehen. Was danach kam war ein Internet Phänomen, das auch mich in seinen Bann ziehen konnte. 

Ich habe mir eigentlich gar nicht so viel vom Buch erwartet. Etwas Inspiration und Gefühl, hübsch verpackt hinter dem schicken Cover. Bekommen habe ich beim Lesen aber einiges mehr. Dieses Brief-Buch ist nichts, was man "mal eben so" weg liest. Man braucht etwas Zeit dafür, muss manchmal auch in der Stimmung sein, in die Gedanken anderer Menschen eintauchen zu wollen und so habe ich jeden Tag ein bisschen darin gelesen, ehe ich auf der letzten Seite ankam. Das Besondere an diesem Buch ist die Erkenntnis: Im Grunde sind wir alle gleich. Wir leben unter dem selben Himmel, atmen dieselbe Luft und spüren Emotionen, die einander ähneln. Und das hat etwas sehr Tröstliches an sich. Im Buch gibt es verschiedene Kategorien, wie z.B. Verlust, Liebeskummer, Familie, Freundschaft und dementsprechend sind auch die Briefe zu diesen Themen geordnet. 

Wie das bei so einer Art Sammlung ist, konnten mich viele Dinge berühren und wieder andere habe ich nicht verstehen können. Der Großteil der Briefe hat mich jedoch gepackt. Es gibt Briefe über kaputte Freundschaften, Zukunftsängste, Wut im Bauch, beendete Beziehungen, gebrochene Herzen und Menschen, die für immer verloren sind. Besonders ein Brief am Ende hat mich regelrecht zum Weinen gebracht. Wenn man all die Worte dieser Leute liest, die einem so fremd sind, löst das unweigerlich etwas in einem aus. Man hinterfragt Sachen, erkennt sich in Gefühlen wieder und lernt aus der ein oder anderen Sache sogar etwas - wenn man bereit ist sich auf die Erlebnisse einzulassen. 

Ich habe mein Buch mit dutzenden Post-It zugekleistert, damit ich zu meinen liebsten Stellen zurückfinden kann, weil ich mir sicher bin, dass ich öfter in dieses Buch schauen werden, um mir zu zeigen, dass das Leben für viele die gleichen Wenden bereithält. 

Dazu kommt noch, dass das Buch auch etwas fürs Auge bietet. Jede einzelne Seite ist hübsch gestaltet, mit eigener Illustration und schöner Typografie. So ist das Umblättern selbst eine Kunst und man ertappt sich dabei, wie man auf einigen Seiten einen Augenblick länger verweilt, um die Details in sich aufzusaugen, die sich einem bieten. So wird auch noch mal mehr der Eindruck vermittelt, dass man tatsächlich Briefe vor sich hat. Denn so facettenreich die Gedanken und Gefühle von Emily Trunkos Lesern und Leserinnen sind, so außergewöhnlich abwechslungsreich sind die Briefe vom Verlag auch in Szene gesetzt.

Es fällt mir auch recht schwer, das Buch zu bewerten, denn wie soll man echte Briefe von echten Menschen bewerten? Das ist irgendwie anmaßend. Ich fand das Buch jedenfalls wundervoll, gab es auch Kategorien wie das ganze Liebesgedöns, für das ich mich nicht so erwärmen könnte :P Ich bin mir aber sicher, in diesem Buch steckt irgendwo ein Brief, der eurer Herz erreicht und euch von innen heraus ein bisschen Wärme schenken wird!


Ich wollte nur, dass du noch weißt ... ist eine schöne Ansammlung recht unterschiedlicher Briefe, die sich auf all die Themen beziehen, die uns im Verlauf unseres Lebens einmal selber beschäftigen. Es ist tröstend, amüsant und manchmal auch sehr traurig diese Gedanken fremder Menschen zu lesen, aber vor allem berührend und inspirierend!


Sonntag, 12. Februar 2017

[BUCHREZENSION] Chloé und der Sprung in der Schüssel



 Ausgerechnet am Welt-Toilettentag verwüstet jemand das prunkvolle stille Örtchen der Schule und setzt dabei einiges unter Wasser! Chloé und ihre Freunde haben sofort eine Vermutung, wer dahinterstecken könnte: Niemand hat das Klo auf dem Gewissen! Herr Niemand, wohlgemerkt, der neue Hausmeister. Der sieht ja auch schon aus wie ein Ganove! Als sich sein seltsamer Sohn Heikomir in Schulprinzessin Angelique verknallt, schmiedet Chloé einen Plan. So ein erstes Date bietet doch eine super Gelegenheit, diesem verdächtigen Duo auf die Schliche zu kommen ...

► Autor/in: Sonja Kaiblinger ► Illustratorin: Vera Schmidt
 Genre: Kinderbuch, Mädchenbuch  ► Chloé #2 ► Verlag: Loewe ► Seiten: 192
► Gebunden, mit Spotlack - 9,99€ ► Kaufen: bei Amazon /beim Verlag



Ein neues Buch von Sonja Kaiblinger kann überhaupt nicht enttäuschen! Mir gefiel der erste Band ihrer Chloé-Mädchenreihe schon sehr gut, aber der zweite Teil war sogar noch besser. Man kann das Buch auch sehr gerne einzeln lesen, wenn man hier anfangen möchte, denn es gibt immer wieder kleine Erklärungen zu Ereignissen aus dem ersten Band "Völlig von der Rolle". Natürlich macht es mehr Spaß, wenn man die Reihenfolge einhält. Schon der Einstieg in das Buch war ultra-komisch! Ich habe das erste Kapitel gemeinsam mit meiner Schwester gelesen und wir haben uns über den Boden gekugelt vor lauter Lachen! Da ist es egal, ob man aus der Zielgruppe kommt oder schon etwas älter ist. Diese Toiletten-Diskussion der Mädchen gegen die Jungs und die wilden Fantasien, wie man das Jungsklo cool gestalten könnte war einfach so unterhaltsam! Die frechen und sarkastischen Sprüche sind zwar sehr altersgerecht, aber für Leser jeden Alters pure Unterhaltung.

Unsere Protagonistin Chloé steht in ihrem zweiten Abenteuer mehreren Problemen gegenüber: Das Mädchenklo wurde verwüstet, ihr bester Freund Ernst wird beschuldigt der Übeltäter zu sein und das Haustier ihres Bruders macht immer noch die Schule unsicher. In diesem Buch passiert so allerhand wahnwitzig-chaotisches Vergnügen, ob es Chloé nun ein bisschen auf Sherlock Holmes macht oder es um normale Teenie-Probleme geht. Ich finde, Chloé ist sowieso eine tolle Figur, mit der sich junge Mädchen super identifizieren können. Aber auch die anderen Charaktere glänzen wieder in ihren Rollen. Ob es nun Ernst Fröhlich mit seinem Youtube-Kram ist und einen zum Schmunzeln bringt oder Zicke Angelique, die mit ihrer Art auch für die ein oder andere Szene für ordentlich Pepp sorgt - die Autorin hat sich eine tolle Clique aufgebaut, bei der trotz Höhen und Tiefen Zusammenhalt ganz groß geschrieben wird. Ich mag die vielen Freundschaften an diesen Büchern mit am liebsten. 

Mit am besten gefallen hat mir wieder einmal der Humor. Die absurden Namen wie Frau Hohl-Kopp oder Herr Niemand haben für ordentlich Wortwitze gesorgt und auch der Neue in Chloés Klasse war zum Schießen. Mit seinen Nerd-Vibes, Faible für Herr der Ringe und seinem Wunsch statt Heiko lieber Heikomir genannt zu werden - damit das natürlich zu seiner Leidenschaft für High Fantasy passt, versteht sich! Das Buch sprüht nur so vor Witz und Charme - besonders im Vergleich zu Band eins gab es eine Steigerung, was das Humor-Level angeht. Und gerade deshalb fliegt man auch nur so durch die Seiten. Es macht einfach Spaß Chloé und ihre Freunde bei ihrem Plan zu begleiten!

Ich muss auch gestehen, dass ich trotz Rätselei bis kurz vor Schluss nicht darauf gekommen bin, wer denn nun der Übeltäter war. Es blieb also spannend bis zur letzten Sekunde. Diese Mischung aus Freundschaft und kleinen Geheimnissen machen das Buch als Kinderbuch nahezu perfekt. Man bekommt von allem etwas und lernt noch was dabei. Hier ging es ein bisschen darum, dass Vorurteile einen ganz schön fehlleiten können und Menschen auf den zweiten Blick meistens ganz anders sind, als zunächst gedacht.

Es gibt auch ein klitzekleines bisschen Liebesgeschichte, was übrigens zuckersüß war! Ich freue mich schon drauf zu erfahren, wie es weitergeht und ob diese Gefühle für noch größeres Chaos sorgen werden :D Die vielen Andeuten machen sehr neugierig.

Die Ideen waren auch wieder klasse! Man könnte ja meinen, dass eine Geschichte, die fast nur in der Schule spielt irgendwann langweilt, aber Sonja Kaiblingers Einfälle sind außergewöhnlich und fesseln an die Seiten - so magisch kann eben der Alltag eines zwölfjährigen Mädchens sein. Die Sache mit der EnzyKLOpädie war ebenfalls wieder genial! Was es nicht alles für faszinierende Fakten über das stille Örtchen gibt - haha!



Die Chloé Reihe ist für alle kleinen und großen Leser/innen etwas. Mit gewohnt spritzig-frechem Kaiblinger Humor zaubert die Autorin einem in jedem Kapitel ein Lächeln ins Gesicht, die Figuren sind absolut liebenswert und ergänzen sich prima! Im zweiten Band geht es etwas abenteuerlicher zu, als noch im ersten und durch das große Rätsel rund um das fabulöse Mädchenklo, kann man das Buch schwer aus der Hand legen. Klare Empfehlung an alle Mamas, Papas, Kinder, Büchereulen und Klo-Besessene! 


Freitag, 10. Februar 2017

[Cover Reveal] Skulduggery Pleasent: Resurrection


AHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH! 

HERE WE GO, LEUTE! HERE WE GO!

Als Derek Landy Fangirl hatte ich heute einen dezenten Ausraster vor Freude, denn - wie ihr unschwer erkennen könnt - gab es einen Cover Reveal zum 10. Band der Reihe.

Das Buch erscheint Anfang Juni bei Harper Collins. 

Bisher gibt es noch keinen konkreten Klappentext, dafür aber den Spruch "You can't keep a dead man down", der als kleiner Untertitel dient. Also zunächst einmal finde ich das Cover richtig toll! Es passt zur Reihe, es passt zu Landy, es passt zu Skulduggery! Meiner Meinung nach hätte Stephanie vielleicht etwas älter aussehen dürfen, weil sie eben älter geworden ist, aber okay xD Der Titel ... ohhhhhh, ich spüre, da kommt ein neuer Epos auf uns zu. Ich kann es kaum erwarten, das Buch in meine Fangirl-Hände zu kriegen!

Na, wer freut sich mit mir? :D 


Mittwoch, 8. Februar 2017

[Cover Reveal] The Afterlife of Holly Chase von Cynthia Hand



On Christmas Eve five years ago, Holly was visited by three ghosts who showed her how selfish and spoiled she'd become. They tried to convince her to mend her ways.

She didn't.

And then she died.

Now she's stuck working for the top-secret company Project Scrooge--as the latest Ghost of Christmas Past.

Every year, they save another miserly grouch. Every year, Holly stays frozen at seventeen while her family and friends go on living without her. So far, Holly's afterlife has been miserable.

But this year, everything is about to change. . . .




HURRA! Endlich ein neues Buch von Cynthia Hand! *-* Ihr neustes Werk ist an "A christmas carol" angelehnt und soll eine Art Retelling im YA Stil sein. Das Buch erscheint am 7. November bei Harper Teen. Ich freue mich wahnsinnig drauf, weil die Autorin eine meiner Liebsten ist. Und das Cover gefällt mir SO SO SO gut, ich finde es richtig gelungen. Den Original-Cover-Reveal findet ihr *HIER* auf der Webseite von Cynthia Hand :D 

Wie gefällt euch das Cover? Würdet ihr das Buch lesen? 

[BUCHREZENSION] Rat der Neun - Gezeichnet



In einer Galaxie, in der Gewalt und Rache das Leben der Völker beherrschen, besitzt jeder Mensch eine besondere Lebensgabe, eine einzigartige Kraft, die seine Zukunft mitgestaltet. Doch nicht jeder profitiert von seiner Gabe …

Cyra ist die Schwester des brutalen Tyrannen Ryzek. Ihre Lebensgabe bedeutet Schmerz, aber auch Macht – was ihr Bruder gezielt gegen seine Feinde einsetzt. Doch Cyra ist mehr als bloß eine Waffe in Ryzeks Händen: Sie ist stark und viel klüger, als er denkt.

Akos stammt aus einem friedliebenden Volk und steht absolut loyal zu seiner Familie. Als Akos und sein Bruder von Ryzek gefangen genommen werden, trifft er auf Cyra. Er würde alles dafür tun, seinen Bruder zu retten und mit ihm zu fliehen, doch mächtige Feinde stehen ihm im Weg. Akos und Cyra müssen sich entscheiden: sich gegenseitig zu helfen oder zu zerstören …

► Autor/in: Veronica Roth ► Übersetzerin: Petra Koob-Pawis, Michaela Link 
 Genre: YA Fantasy & Sci-Fi  ► Carve The Mark #1 ► Verlag: cbt ► Seiten: 312 
► Gebunden, mit Schutzumschlag - 19,99€ ► Kaufen: bei Amazon /beim Verlag



Vorwort (ohne Spoiler) - Zur Rezension weiter runterscrollen! 

Bevor wir zur eigentlichen Rezension kommen, greife ich mal wie eine ganz brave Bloggerin etwas den „negativen Hype“ um dieses Buch aus, der bei den englischsprachigen Lesern/Leserinnen ja richtig ausgeartet ist. Nur, damit mir später nicht vorgeworfen werden kann, dass ich mit dem Kopf in den Wolken stecke oder so. Viele wissen sicher, wovon ich spreche und für diejenigen, die keine Ahnung haben mal kurz zusammengefasst: Es gab sehr viele Menschen, die sich durch Roths Buch persönlich angegriffen gefühlt haben. Zum einen aufgrund der Stereotypen, welche die Autorin verwendet, nämlich, dass es hier ein Randvolk gibt, welches schwarz, aggressiv, wild und in dem Zusammenhang als böse dargestellt wird und das wäre ja absolut rassistisch. Und zum anderen, weil Protagonistin Cyra unter so etwas wie „chronischem Schmerz“ leidet, welcher an einer Stelle im Buch als „Geschenk“ bezeichnet wird, was Menschen, die selber darunter leider regelrecht entzürnt hat. Mit diesen Gedanken im Kopf – also auf der Hut – bin ich an das Buch herangegangen und musste mit Erstaunen feststellen, dass hier so einiges völlig aus dem Kontext gerissen wurde.

Im Roman gibt es zwei Protagonisten, welche die Geschichte mit einer eigenen Perspektive erzählen. Akos, welcher aus einer bekannten Familie kommt, die Geld und Ansehen hat und dessen Mutter ein Orakel ist und dann Cyra, welche vom Stamm der Shotet ist, welche sich an alte Traditionen halten, wie z.B. sich für jeden Tod ein Mal in die Haut zu ritzen, etwas minimalistischer und harscher leben und durch viele kriegerische Akte mit vielen Planeten auf keinem guten Fuß steht. Die Sache ist allerdings die: Die Autorin hat sich große Mühe gegeben, eben keine Linie zwischen gut/böse zu ziehen und schildert im Verlauf ihrer Story sehr detailreich, wie bestimmte Dinge zustande kommen. Akos Nation gehört zu den neun Planeten, welche über die Galaxie bestimmen und somit auch einen Sitz im „Rat der Neun“ haben. 

Dort gibt es Orakel, Schicksale für einige Menschen, Wohlstand und Individualität. Cyras Volk ist eines der wenigen, dass durch Machtumstellung ganz unten steht und das Ziel ihrer Urahnen war es schon den Shotet wieder an die Spitze zu verhelfen. Weil diese dabei nur Co-existieren, abgeschottet sind und ihnen sowohl finanziell, als auch wirtschaftlich nicht viel zur Verfügung steht, hat Cyras Vater einen anderen Weg eingeschlagen, nämlich Furcht zu sähen, Brutalität als Waffe einzusetzen, um zu bekommen, was er möchte. Dabei haben beide Völker/Familien eine sehr tiefgründige Hintergrundgeschichte, die genügend erklärt wird. Ich habe die Darstellung davon in keinster Weise als rassistisch empfunden. Tatsächlich ist es so, dass Vorurteile aufgrund von Meinungen gebildet werden, aber die Figuren erkennen schnell, dass hinter diesen festen Meinungen mehr steckt, als sie einander kennenlernen. Wenn das Buch also etwas zeigt, dann höchstens wie Hass und Vorteile Kriege schaffen und wie man dagegen nur ankommt, wenn man offen für Neues ist. Es wird übrigens auch nicht wortwörtlich erwähnt, dass die Shotet „schwarze, wilde, brutale Monster“ sind oder im Gegensatz dazu, dass Akos Nation „priviligierte, weiße Demokraten“ sind. Im Buch gibt es NEUN Planeten, das System ist komplex und das einzige, was man Veronica Roth vorwerfen kann ist der Mangel an Worldbuilding, der die Leser dazu zwingt Dinge zwischen den Zeilen zu lesen, die teils gar nicht da sind.

Cyras Schmerz aka die „Gabe“. Es ist so, dass alle Figuren, wenn sie erwachsen werden durch den „Strom der Welten“ eine Art Gabe erhalten. Bei Akos ist es so, dass er den Schmerz anderer nehmen kann, seine Schwester hat eine heilende, beruhigende Wirkung auf andere … und Cyra sieht ihre Gabe als Fluch an, denn sie hat die Macht Schmerzen zu verursachen und dieser Schmerz befindet sich permanent in ihrem Körper. Sie leidet, sie quält sich, sie ist ein gebrochenes Mädchen – und sie will, dass es endlich endet. Sie spricht EINMAL davon, dass ihre Gabe ein „Geschenk“ ist und zwar ganz am Ende, als sie erkennt, dass nach allem, was sie durchstanden musste, dieser Schmerz ihr gezeigt hat, wie stark sie ist – und sein kann. Dass sie vielleicht die Einzige ist, die damit auf diese Weise umgehen kann. Und das die Götter ihr diese Gabe geschenkt haben, weil es genau das ist, was ihr tyrannischer Bruder am meisten fürchtet: Schmerz, der zeigt, dass man nicht unverwundbar ist. Also ja, in diesem Zusammenhang ist ihr Fluch ein Geschenk. Der Schmerz hat ihr geholfen zu sein, wer sie wahrhaftig ist und sie durch Elend und Verdammnis getragen. Zu behaupten, die Autorin habe keinen Respekt vor Menschen mit chronischem Schmerz ist also recht intolerant.

In den Zeiten, wo alle nach Diversity und Gleichberechtigung schreiben, hätte ich persönlich erwartet, dass man bei solch einem Jugendbuch eher versucht die Bemühungen, die hier ersichtlich sind wahrzunehmen, anzuerkennen und sich nicht an kleinen Details aufzuhängen, die jeder nun einmal anders interpretiert. Bedeutet Diversity nicht gerade Akzeptanz und Aufklärung, statt Verurteilung und Hass, auf den mehr Verurteilung und Hass folgt? Wenn also irgendjemand sich vom Buch diskriminiert gefühlt hat, bedauere ich das, ebenso wie Veronica Roth es sicher bedauert, aber ihre Absichten hinter der Geschichte waren zweifelsohne keine schlechten.


Meine Rezension (ohne Spoiler) zum Buch! 


Nachdem mir der letzte Band von Veronica Roths Divergent Reihe wirklich ein Dorn im Auge war, hatte ich trotzdem große Lust ihr neues Buch zu lesen. Die Geschichte klang auf den ersten Blick sehr interessant und schon damals gefiel mir der Schreibstil und die moralischen Botschaften der jungen Autorin wahnsinnig gut. Rat der Neun war anders, als ich erwartet hatte, aber schaut man über den zähen Anfang hinweg, dann erlebt man ein großes Abenteuer.

Im Roman gibt es insgesamt neun Planeten, welche den „Kreis der Galaxie“ ausmachen – was hinter diesem Kreis liegt ist ungewiss. Auf jedem Planeten gibt es drei Orakel, die mit ihren Visionen helfen, die Schicksale der Völker zu bestimmten. Es ist jedoch nicht so, dass jeder ein Schicksal hat, sondern nur einige ausgewählte. Die Geschichte gerät in Fahrt, als eben diese Schicksale, darunter auch die von Akos Familie, in die Galaxie hinausdringen. Normalerweise hält der Rat Schicksale streng unter Verschluss, doch durch diesen Vorfall ändert sich alles. Akos Familie wird zerschlagen, er und sein Bruder entführt und plötzlich finden sich beide in den Fängen der Shotet wieder. Und Akos Schicksal soll es sein in deren Dienst zu sterben … auf der anderen Seite haben wir Cyra und ihren Bruder Ryzek, welche von ihrem Vater seit Kindesbeinen eingeschärft bekommen haben, dass sie ihrem Volk wieder zum Aufstieg verhelfen sollen. Doch Ryzek, der ein Schicksal teil, dass ihn in Ungnade fallen lassen soll, setzt alles daran dieses zu ändern. Er glaubt, dass er dies mit Hilfe von Akos Bruder tun kann und ist auch für die Entführung verantwortlich.

Die beiden Protagonisten treffen also nicht gleich, ihre Wege kreuzen sich dank des Schicksals – im wahrsten Sinne des Wortes. Der Einstieg in das Buch ist nicht der Leichteste. Man muss sich zunächst zurechtfinden, sich merken who-is-who, Beziehungen erkennen und alles etwas auf sich wirken lassen. Da vergehen schon mal gut und gerne an die 100 Seiten, ehe man den Durchblick hat. Die Handlung erschien mir zu dieser Zeit auch etwas willkürlich, aber, wenn man die Ruhe hat sich in diese Welt fallen zu lassen, dann kommt man sehr schnell sehr gut mit allem klar. Die Namen sind zwar außergewöhnlich, aber es gibt wesentliche Figuren, welche wichtig sind und die lernt man gut und flink kennen. Ich würde gerne behaupten, dass die Autorin ein sehr komplexes System erschaffen hat, aber eigentlich kann man dies ganz gut herunterbrechen: Viele Planeten, alte Fehden, besondere Gaben und ein Tyrann, dem es den Gar auszumachen gilt und nebenbei die Missionen einzelner Figuren, die „Rat der Neun“ zu einem spannenden Gebilde aus Sci-Fi und Fantasy, mit einer Portion Dramaturgie und einer Prise Romantik machen.

Nichts an dieser Geschichte ist perfekt. Und gerade deshalb bin ich nach und nach einer Faszination für dieses Buch erlegen. Akos und Cyra waren beide gut ausgearbeitete Figuren, mit Schwächen, Stärken und Motiven, die man als Leser langsam sieht und auch durchschaut. Dabei waren beide Perspektiven, beide Charaktere interessant gemacht und eigenständig in ihrem Denken und Handeln. Ich hatte das Gefühl, es gibt eine Menge Dinge, die geschehen sind, auch, wenn das Buch in der Mitte sehr langsam und wenig aufwühlend ist. Viele Dialoge brechen mit den trockenen Erklärungen und Veronica Roth hat sich oftmals weniger Zeit genommen alles zu erklären, dafür aber, um zu zeigen – und das mochte ich! Das Buch ist mit seinen 600 Seiten richtig dick und es wäre gelogen zu sagen, dass man nicht an Stellen hängenbleibt, die nicht ganz so rund sind oder vielleicht sogar unnötig waren, aber dennoch verfällt man einfach diesem Antrieb wissen zu wollen, wie es weitergeht.

Es ist so, als würde die Autorin einen selbst in die Geschichte werfen und man müsste als Leser erstmal herausfinden, wer bin ich und wo will ich hin. Dabei verwischen die Grenzen hier so oft, dass einem der Kopf schwirrt und man besonders im Endteil überrascht und geschockt wirkt. Die letzten 200-300 Seiten waren genial und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Mit Akos und Cyra habe ich so viel durchgemacht, erlebt … und ab der Mitte hatte ich den Eindruck sie wirklich zu kennen, mit all ihren Ecken und Kanten. Die Entwicklung der beiden war toll eingefädelt, ihre Beziehung dezent und nachvollziehbar.

Dadurch, dass die Perspektive wechselt bekommt man Einblick verschiedener Handlungsstränge und trifft so auf neue Figuren, die mit im Plot der Story verwoben sind. Außerdem lernt man das ganze Buch über immer mehr über Akos und Cyra. Auch die Motive der Gegenspieler wurden in diesem Fall durchleuchtet, hinterfragt und waren nicht nur so dahin geklatscht. Es gab viele Szenen, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen und die Geschichte mit kleinen und großen Höhepunkten immer wieder fesselnd machen. Ich habe den Eindruck, dass wir erst am Anfang stehen und etwas Episches auf uns zukommt!

Ja, ich hatte ein paar Probleme mit dem Buch. Das mangelnde Worldbuilding, die offenen Fragen, die komische Sprünge in der Erzählung, aber die Figuren haben mich überzeugt, die Handlung war wie eine energische Welle, die einen davonträgt und man ERLEBT beim Lesen richtig eine Wandlung der eigenen Gefühle. Hass, Liebe, Angst, Verzweiflung – Veronica Roth weiß es Reaktionen hervorzulocken und der Abschluss des Bandes stellt sehr zufrieden.

Eine der besten Stellen, wie ich finde, lag am Ende, als Akos erkennt, dass der Grad zwischen Rache und Gerechtigkeit sehr dünn ist und man manchmal nicht unterscheiden kann auf welchem der zwei Wege man gerade unterwegs ist. Mich haben viele der Inhalte zum Nachdenken angeregt und nach dem Zuschlagen der Buchdeckel werde ich noch eine Weile über das Gelesen grübeln. Ehre hat eben keinen Platz im Kampf ums Überleben.



Rat der Neun ist definitiv eine andere Art von Auftakt, als ihr euch vorgestellt habt. Weniger Sci-Fi, mehr Fantasy hat Veronica Roth eine Story geschaffen, die wohl die Leserschaft spalten wird. Das Buch hat meiner Meinung nach jedoch viele Elemente, die eine solide, packende Handlung ausmachen – starke Figuren, gute Moral, Spannung und hin und wieder ein kleines Ass im Ärmel. Wer sich also an ein paar Längen in der Mitte nicht stört und sich nicht davor scheut beim Lesen sein Hirn einzusetzen, um sich Planeten und Namen zu merken, der wird hier ein Abenteuer geliefert bekommen, das zum Nachdenken anregt und die Grenze zwischen Gute und Böse mehr als einmal verwischt. 

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